Referendariat in der Fachrichtung Arbeitsschutz

Die Regierungspräsidien sind die Aufsichtsbehörden für den Arbeitsschutz und den technischen Verbraucherschutz in Hessen. Das zweijährige Referendariat im Arbeitsschutz ist die Grundlage für eine interessante, abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit mit guten beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten und die Laufbahnbefähigung für den höheren technischen Verwaltungsdienst.

Die Tätigkeit umfasst insbesondere die Überwachung und Beratung von Betrieben in den Bereichen

  • Sicherstellung und Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes (Überwachung von Arbeitsstätten, Schutz vor gefährlichen Arbeitsstoffen)
  • Sozialer Arbeitsschutz (Schutz von jugendlichen Arbeitnehmer/-innen und werdenden Müttern)
  • Technischer Verbraucherschutz (Markt- und Produktüberwachung)
  • Verhütung arbeitsbedingter Erkrankungen und psychischer Fehlbelastungen.

Die Überwachung wird sowohl im Rahmen von Betriebsrevisionen vorgenommen als auch durch die Erteilung von Genehmigungen, beinhaltet aber auch die Durchsetzung der Arbeitsschutzvorschriften mit den Mitteln des Verwaltungs- und Ordnungswidrigkeitenrechts.

Ziele des Referendariats ist es Ihr technisches/naturwissenschaftliches Wissen, das Sie während des Studiums erworben haben um arbeitsschutzrechtliche und verwaltungsrechtliches Kenntnisse, sowie Führungskompetenzen zu erweitern und Sie somit auf die späteren Aufgaben optimal vorzubereiten.

Die Ausbildung gliedert sich in fachtheoretische und praktische Ausbildungsabschnitte. Die fachtheoretischen Kenntnisse werden vorrangig in Ergänzungslehrgängen (verteilt auf acht Blöcke in einem insgesamt 26-wöchigen Lehrgang) im bayrischen Wasserburg vermittelt. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Arbeitsschutzdezernaten des Regierungspräsidiums Gießen.

Voraussetzung für das Referendariat ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Uni-Diplom oder Master) eines Ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiengangs (Bauingenieurwesen, Biochemie, Chemie/Chemietechnik, Energietechnik, Verfahrenstechnik, Maschinenbau, technisches Gesundheitswesen, Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik). Das Referendariat beginnt zum 1. Oktober und in der jeweiligen Stellenausschreibung werden die für die jeweilige Einstellung gewünschten Studienabschlüsse konkretisiert. Das Referendariat dauert insgesamt 24 Monate und schließt am Ende mit der Großen Staatsprüfung ab. Diese setzt sich aus einer schriftlichen Hausarbeit sowie schriftlichen und mündlichen Prüfungen zusammen. Während dieser gesamten Zeit sind Sie Beamte/in auf Widerruf und erhalten Anwärterbezüge nach der Besoldungsgruppe A 13 + Zulage, die je nach Familienstand stark differieren und derzeit (für eine unverheiratete Person ohne Kind) bei etwa 1410 € Brutto liegen.

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