Arbeitsstätten

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Arbeitsplatz am PC
Arbeitsplatz mit PC

Die Gestaltung einer Arbeitsstätte stellt nicht nur die Basis für Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer dar, sondern fördert auch die Motivation der Mitarbeiter.

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) enthält grundlegende Bestimmungen für die Gestaltung und den Betrieb von Arbeitsstätten. Zusammen mit den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) dient sie Arbeitgebern, Architekten und Fachkräften für Arbeitssicherheit als gemeinsame Planungsgrundlage.

Die Umsetzung der ArbStättV und der ASR bietet allen Beteiligten weitreichende Handlungssicherheit bei der Gestaltung von Arbeitsräumen, Sozial- und Sanitärräumen. Des Weiteren werden die Anforderungen an Verkehrs- und Fluchtwege sowie an die Arbeitsumgebungsfaktoren - Beleuchtung, Klima, Lärm usw. - beschrieben.

Ebenso geregelt werden Aspekte wie barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen, die Reinigung und Instandhaltung, Wartung von Sicherheitseinrichtungen sowie der betriebliche Nichtraucherschutz.

Das Regelwerk, das im Einklang mit ergonomischen und arbeitspsychologischen Erkenntnissen erarbeitet wurde, hat zum Ziel, Beschäftigten eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Daneben existieren die Leitlinien zur Arbeitsstättenverordnung (LV 40), die bestimmte Auslegungsfragen zum Arbeitsstättenrecht beantworten.  

In Hessen sind die drei Regierungspräsidien zuständige Aufsichtsbehörden für die betriebliche Umsetzung der Arbeitsstättenverordnung.

Nichtraucherschutz im Betrieb

Das sogenannte Mitrauchen oder Passivrauchen kann beim Menschen nachweislich Krebs erzeugen. Zudem ist das Risiko, an verschiedenen anderen Krebsarten, Herzinfarkt oder Asthma zu erkranken, bei Passivrauchern deutlich erhöht.

Arbeitgeber müssen daher ihre nicht rauchenden Beschäftigten wirksam vor Tabakrauch schützen. Dazu verpflichtet sie die Arbeitsstättenverordnung. Die Maßnahmenpalette reicht von räumlicher Trennung der Raucher und Nichtraucher bis hin zu einem strikten Rauchverbot im Betrieb.

In Betrieben mit Publikumsverkehr, insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, treten die Ländergesetze zum Nichtraucherschutz in den Vordergrund. In vielen Betrieben mit Publikumsverkehr gelten bereits Rauchverbote, da auch die nichtrauchende Kundschaft
geschützt werden soll. Besteht kein Rauchverbot, müssen Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung abwägen, welche Schutzmaßnahmen möglich sind. Dabei ist der höchstmögliche Schutz der Beschäftigten anzustreben.

Unter Downloads finden Sie den Flyer "Nichtraucherschutz im Betrieb", der umfassend zu der Thematik informiert und häufig gestellte Fragen beantwortet.

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