Kosmetische Anwendung nichtionisierender Strahlung

Heutzutage kommen zahlreiche Anwendungen nichtionisierender Strahlungsquellen am Menschen zu kosmetischen und sonstigen nichtmedizinischen Zwecken zum Einsatz.

In der Vergangenheit durften diese Anwendungen von jeder Person durchgeführt werden, eine besondere Qualifikation war nicht nötig. Da bei der Anwendung solcher Verfahren erhebliche Gesundheitsrisiken entstehen können wurde die NiSV verabschiedet. Ziel der Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher vor den schädlichen Wirkungen dieser Strahlung besser zu schützen.

Die Verordnung enthält zum einen allgemeine Anforderungen an den Betrieb von Anlagen und Geräten, die nichtionisierende Strahlung aussenden und zu kosmetischen oder sonstigen nichtmedizinischen Zwecken am Menschen eingesetzt werden. Diese Anforderungen richten sich an die Betreiber.

Ab dem 31.12.2020 müssen Betreiber die Inbetriebnahme solcher Anlagen und Geräte der zuständigen Behörde vierzehn Tage vor Inbetriebnahme anzeigen. Anlagen und Geräte, die am 31.12.2020 bereits in Betrieb sind, müssen bis zum 31.03.2021 ebenfalls angezeigt werden.

Um dieser Anzeigepflicht nachkommen zu können, steht ein Online-Anzeigeverfahren zur Verfügung. Für das Online-Verfahren können beispielsweise die Webbrowser Firefox oder Google Chrome verwendet werden. Der Webbrowser Internetexplorer ist dafür nicht geeignet.

Alternativ zum Online-Anzeigeverfahren kann auch das am Ende der Seite unter Downloads zu findende PDF-Formular verwendet werden.

Zum anderen legt die Verordnung Anforderungen fest im Hinblick auf die Qualifikation von Personen, die nichtionisierende Strahlungsquellen einsetzen (Fachkunde). Die Verordnung regelt für verschiedene Anwendungen die Inhalte der Fachkunde (theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen), den Erwerb der Fachkunde (geeignete Ausbildung oder Teilnahme an einer Schulung) und bei welcher Ausbildung vom Vorliegen der erforderlichen Fachkunde auszugehen ist. Für spezifische Anwendungen wird festgelegt, dass diese nur durch Ärztinnen und Ärzte durchzuführen ist. Ab dem 31.12.2021 muss die Fachkunde nachgewiesen werden.

Die zuständige Behörde kann sich nachweisen lassen, ob die Anforderungen an den Betrieb der Anlagen und Geräte, die Anforderungen an die Dokumentation der Anwendungen sowie der Aufklärungsgespräche erfüllt sind.
 

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