Kaufmann/-frau für Büromanagement

„Kaufmann/-frau für Büromanagement“ ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Der Beruf ist vorrangig bürowirtschaftlich orientiert, enthält aber auch privat- und öffentlich-rechtliche Aspekte. Mit dem Vertrag werden zwei Ausbildungsschwerpunkte (Wahlqualifikationen) aus den Bereichen: „Auftragssteuerung und –koordination“; „kaufmännische Steuerung und Kontrolle“; „kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen“, „Einkauf und Logistik“; „Marketing und Vertrieb“; „Personalwirtschaft“; „Assistenz und Sekretariat“; „Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement“; „Verwaltung und Recht“ sowie „öffentliche Finanzwirtschaft“; vereinbart – diese sind gleichzeitig die Themenbereiche der praktischen Prüfung.

Für Ausbildungsverhältnisse in der freien Marktwirtschaft sind die regionalen Industrie- und Handelskammern, für den Handwerksbereich die regionalen Handwerkskammern aufsichtsführend.

Zuständig für alle Behörden der öffentlichen Verwaltung und untergeordneten Verwaltungseinheiten, die nicht privatrechtlich organisiert sind, ist das Regierungspräsidium Gießen.

Für Auszubildende des öffentlichen Dienstes ist nachweislich eine nach der Ausbildungsordnung vorgeschriebene „Dienstbegleitenden Unterweisung (DU)“ als Teil der praktischen Ausbildung durchzuführen. Neben dem Besuch der Berufsschule werden hier fach-theoretische Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung unterrichtet. Diese Schulung wird von vielen Behörden an den Hessischen Verwaltungsschulverband übertragen.

Die Ausbildung richtet sich in den Grundsätzen nach der Ausbildungsordnung vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I, S. 4125), zuletzt geändert am 26. Juni 2014 (BGBl 2014 Teil I Nr. 27) und bis auf weiteres zusätzlich nach der Ausbildungs-Erprobungsverordnung vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I, S. 4141).

Die Berufsausbildung dauert regelmäßig 3 Jahre. Die Erprobungsverordnung sieht anstelle der Teilung Zwischen- und Abschlussprüfung eine gestreckte Prüfung vor. Zur Mitte des 2. Ausbildungsjahres wird Teil 1 der Prüfung „Informationstechnisches Büromanagement“ als pc-unterstützte Prüfung abgelegt. Gegen Ende der Ausbildungszeit beinhaltet Teil 2 einerseits zwei schriftliche Prüfungsfächer sowie eine praktische Prüfung (Lösung einer berufstypischen Aufgabe mit Fachgespräch) in einer der vereinbarten Wahlqualifikationen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann dieser Abschluss von Angestellten mit mehrjähriger Erfahrung in denselben oder gleichartigen Arbeitsbereichen auch nebenberuflich erworben werden.

Liegt die spätere Tätigkeit des/der Kaufmannes/-frau für Büromanagement ö. D.“ nicht in einem der intensiv erlernten Wahlqualifikationen, sind sie in fast allen Querschnittsaufgaben (Organisation, Haushalt, Personal, Vorzimmer, etc.) einsetzbar. Sie beschaffen und bewirtschaften unter öffentlich-rechtlichen Vorgaben sowie ökonomischen und ökologischen Aspekten Material und langlebige Wirtschaftsgüter oder arbeiten im Rechnungs- und Haushaltswesen. Sie besitzen aber auch ausreichende organisatorische, rechtliche sowie pc-anwender-technische Kenntnisse für eine effektive Hilfs-/Sachbearbeitung in öffentlich-rechtlichen Verwaltungsverfahren.

Der Einsatz moderner Informations-und Kommunikationssysteme ist Standard in der Ausbildung.

Es ist vorgesehen, dass unter weiteren Voraussetzungen die Fortbildungsprüfung zum/zur „Verwaltungsfachwirt/-in“ angestrebt werden kann.

Nachfolgend finden Sie Informationen und alle nötigen Formulare sowie Musterprüfungen für die Abschlussprüfung als Download.

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