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Elterngeld - Betreuungsgeld

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG

Als nachhaltige und gezielte Stärkung von Familien erfüllt das Elterngeld verschiedene Funktionen. Es hilft den Eltern, bei Sicherung der Lebensgrundlage, sich vorrangig der Betreuung des Kindes zu widmen. Das Elterngeld will dazu beitragen, dass es beiden Elternteilen auf Dauer besser gelingt, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern.

Das BEEG gilt für Kinder, die ab 01.07.2007 geboren wurden bzw. für Kinder, die ab diesem Tag mit dem Ziel der Adoption in den Haushalt aufgenommen wurden.

Erwerbstätige Eltern, die Ihr Berufsleben unterbrechen oder ihre Erwerbstätigkeit auf höchstens 30 Stunden wöchentlich reduzieren, erhalten 12 Monate lang einen Einkommensersatz zu einem Prozentsatz, der nach dem maßgebenden Einkommen vor der Geburt des Kindes gestaffelt ist. Das entfallende Einkommen wird bei einem Nettoeinkommen von 1.240 Euro und mehr zu 65 %, von 1.220 Euro zu 66 %, zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro zu 67 % ersetzt. Es beträgt höchstens 1.800 Euro monatlich.

Geringverdiener (monatliche Nettoeinkommen unter 1.000 Euro) erhalten eine stufenweise Erhöhung der Ersatzrate von 67 % bis 100 %. Zwei zusätzliche Partnermonate werden gewährt, wenn auch der Partner wegen der Kindererziehung seine Erwerbstätigkeit einschränkt.

Das Elterngeld erkennt die Betreuungsleistung und Erziehung durch die Eltern an. Deshalb ist auch einem Elternteil, der nicht voll erwerbstätig ist, ein Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro monatlich für 12 Monate garantiert; dies gilt auch, wenn vor der Geburt keine Erwerbstätigkeit bestanden hat. Bei Arbeitslosengeld II (Hartz IV), bei der Sozialhilfe oder beim Kinderzuschlag wird das Elterngeld grundsätzlich als Einkommen angerechnet, wenn kein Elterngeldfreibetrag zusteht.

Eltern von Kindern, die in enger zeitlicher Folge geboren werden, werden durch einen Geschwisterbonus besonders berücksichtigt.

Keinen Anspruch haben Eltern, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro bzw. als Alleinerziehende von 250.000 Euro hatten.

Änderungen beim Elterngeld für Zwillinge und Mehrlingskinder

Eltern von Mehrlingskindern haben für Geburten ab 01.01.2015 nur einen geburtsbezogenen Anspruch auf Elterngeld. Die Regelungen zum Mehrlingszuschlag bleiben unberührt, sodass sich das Elterngeld wie bisher für jedes Mehrlingsgeschwisterkind um je 300 Euro erhöht.

Nähe Informationen hierzu erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Aktuell ab 1. Juli 2015

ElterngeldPlus

Das Gesetz zur Einführung des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit im BEEG ist zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten. Die neuen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Mütter und Väter können nunmehr den Bezug von Elterngeld und eine Teilzeittätigkeit einfacher miteinander kombinieren; auch die Elternzeit kann flexibler gestaltet werden.

Durch die Neuregelungen kann länger Elterngeld bezogen werden. Bei Inanspruchnahme des ElterngeldPlus können die Eltern dieses doppelt so lange erhalten. Aus einem Elterngeldmonat (Basismonat) werden somit zwei ElterngeldPlus-Monate. Die Höhe des EltengeldPlus beträgt max. die Hälfte des monatlichen Elterngeldbetrages (Basiselterngeld). Insbesondere die Eltern, die nach Geburt des Kindes Teilzeit arbeiten, können durch die Inanspruchnahme von ElterngeldPlus-Monaten ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen. Zudem haben alle Bezieher von ElterngeldPlus die Möglichkeit, über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus Elterngeld zu beziehen.

Sofern sich Mutter und Vater die Betreuung ihres Kindes teilen und beide parallel für vier Monate zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie zudem den Partnerschaftsbonus in Form von jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten.

Auch Alleinerziehende haben Anspruch auf die sog. Partnermonate und die Partnerbonusmonate. Diese Monate können sie zusätzlich erhalten, wenn sie die Voraussetzungen für den steuerlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24 b EStG) erfüllen.

Auch die Elternzeit kann nunmehr flexibler gestaltet werden, da diese in drei anstatt zwei Zeitabschnitte aufgeteilt werden kann. Des Weiteren können 24 anstatt bislang 12 Monate zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes in Anspruch genommen werden.

Ansprechpartner und weitere Informationen

Für die Bearbeitung der Elterngeldanträge sind in Hessen die Ämter für Versorgung und Soziales (HAVS) zuständig. Dort sind die entsprechenden Antragsformulare erhältlich. Des Weiteren sind die Formulare als Download hinterlegt unter:

www.familienatlas.de/elterngeld

Weitere ausführliche Informationen zum ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de

 

Betreuungsgeld

Betreuungsgeld ist eine einkommensunabhängige, finanzielle Leistung für Familien mit Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr. Das Betreuungsgeld unterstützt dabei diejenigen Eltern, die die Betreuung ihres Kindes als Alternative zur Kindertagesstätte lieber selbst übernehmen möchten.

Wie viel bekomme ich?

  • monatlich 150 Euro
  • Das Betreuungsgeld wird nach Ausschöpfung des Elterngeldanspruches, längstens für 22 Lebensmonate, bis zum Ende des 36. Lebensmonats gezahlt.

Alle Eltern von Kindern, die ab dem 1. August 2012 geboren sind, können wählen zwischen der Inanspruchnahme einer öffentlichen Betreuung ihres Kindes oder einer Betreuung im privaten Umfeld bei gleichzeitiger Inanspruchnahme von Betreuungsgeld.

Hinweis zur Beantragung von Betreuungsgeld:

Da ein gleichzeitiger Bezug von Elterngeld und Betreuungsgeld ausgeschlossen ist, wird empfohlen Betreuungsgeld frühestens drei Monate vor Ablauf des höchstmöglichen Elterngeldbezuges zu beantragen.

Ansprechpartner und weitere Informationen

Für die Bearbeitung der Betreuungsgeldanträge sind in Hessen ebenfalls die Ämter der Versorgung und Soziales (HAVS) zuständig. Dort ist das entsprechende Antragsformular erhältlich. Der Betreuungsgeldantrag ist als Download unter

www.familienatlas.de/betreuungsgeld

hinterlegt. Hier erhalten Sie ebenfalls weitere Informationen zum Betreuungsgeld.

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