Zu prüfende Bauprodukte

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CE-Zeichen
CE-Zeichen

Die europäische Bauproduktenverordnung (VO 305/2011) regelt seit dem 1. Juli von 2013 das In-Verkehr-Bringen von Bauprodukten und den freien Warenverkehr mit Bauprodukten von und nach der EU bzw. dem Europäischen Wirtschaftsraum um.  Im Bauproduktengesetz sind die Bußgeldtatbestände für Verstöße gegen die europäischen Vorschriften festgelegt.

Bauprodukte sind Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die hergestellt werden, um dauerhaft in bauliche Anlagen (Hoch- und Tiefbau) eingebaut zu werden.

Der Kontrolle durch die Marktüberwachung unterliegen alle Bauprodukte, für die harmonisierte Normen vorliegen, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurden.

Alle diese Bauprodukte haben Einfluss auf die wesentlichen Eigenschaften eines Bauwerkes.

Die sogenannten „Grundanforderungen“, die an ein Bauwerk gestellt werden, sind:

  • mechanische Festigkeit und Standsicherheit

  • Brandschutz

  • Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz

  • Sicherheit und Barrierefreiheit bei der Nutzung

  • Schallschutz

  • Energieeinsparung und Wärmeschutz

  • nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Deshalb müssen Bauprodukte festgelegte (= normierte) technische Qualitäten aufweisen, die in den harmonisierten Normen der EU fixiert wurden.

Bauprodukte dürfen nur gehandelt werden, wenn sie mit den rechtlichen Bestimmungen der EU übereinstimmen (= konform) sind. Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, vor dem In-Verkehr-Bringen solcher Produkte, ein Bewertungsverfahren durchzuführen, mit dem Ziel die Rechtskonformität des jeweiligen Produktes nachzuweisen.

Dieses Konformitätsverfahren schließt mit der Erstellung einer sogenannten Leistungserklärung ab. Im Rahmen dieses Bewertungsverfahrens wird überprüft, ob ein Qualitätsmanagementsystem zur Produktionskontrolle eingerichtet und wirksam ist. Dabei wird überprüft, ob die technischen Unterlagen vollständig sind und das Produkt korrekt gekennzeichnet ist. Dann erst darf an dem Produkt das CE-Zeichen angebracht werden.

Diese „Konformitätskontrolle“ dient auch dem Verbraucherschutz. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung (Anwendungshinweise, technische Daten) soll es dem Endverbraucher und dem Handwerker, der Bauprodukte verbaut, ermöglicht werden, sich das für seinen Verwendungszweck geeignete Produkt zu beschaffen.

Bauprodukte nach der VO 305/2011sind:

  • Bauprodukte für den Beton- und Stahlbetonbau

  • Bauprodukte für den Mauerwerksbau

  • Bauprodukte für den Holzbau

  • Bauprodukte für den Metallbau

  • Dämmstoffe für den Wärme- und Schallschutz

  • Türen und Tore

  • Lager

  • Bauprodukte für Dächer und Bedachungen, Wände und Wandbekleidungen sowie Decken und

  • Deckenbekleidungen und nichttragende innere Trennwände

  • Bauprodukte für die Bauwerksabdichtung und Dachabdichtung

  • Bauprodukte aus Glas

  • Bauprodukte der Grundstücksentwässerung

  • Abwasserbehandlungsanlagen

  • Feuerungsanlagen

  • Bauprodukte für ortsfest verwendete Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von

  • wassergefährdenden Stoffen

  • Technische Gebäudeausrüstung

  • Bodenbeläge

  • Produkte aus dem Verkehrswegebau

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