10 Jahre Lahnfenster Hessen

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Ministerpräsident Volker Bouffier mit Regierungsvizepräsident Martin Rößler und vielen Gästen zum Jubiläum
10-jähriges Jubiläum Lahnfenster Hessen

Mit einer offiziellen Feierstunde beging das Lahnfenster Hessen am Samstag, den 19. August, sein zehnjähriges Bestehen. „Das Lahnfenster Hessen gehört mittlerweile zu den festen touristischen Zielen in Mittelhessen“, sagte Regierungsvizepräsident Martin Rößler in seiner Begrüßungsrede. Er dankte den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums, allen voran Ursula Rock von der Oberen Fischereibehörde für ihren großen Einsatz in den vergangenen Jahren.

Gratulation des Hessischen Ministerpräsidenten zum Jubiläum

Zu den Gratulanten zählte auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, der in seiner Festrede die erfolgreiche Entwicklung der Einrichtung skizzierte. „Ich bin mir nicht sicher, ob die Mitarbeiter der Gießener Fischereibehörde damals damit gerechnet haben, dass ihre Idee, die sie aus der hessischen Partnerregion Aquitaine mitgebracht hatten, so erfolgreich sein würde“, sagte Bouffier. „Doch heute, zehn Jahre und 100.000 Besucherinnen und Besucher später, können wir mit Freude sagen: Das Lahnfenster ist ein großer Erfolg und echter Besuchermagnet.“ Wer durch das Lahnfenster blicke, der blicke mitten hinein in eine faszinierende Unterwasserwelt des Flusses, die sonst oft im Verborgenen bleibe. „Nirgendwo sonst ist es möglich, den Lebensraum Fluss so unmittelbar zu erleben.“ Das Lahnfenster sei damit ein wichtiger Werbeträger für den Umwelt- und Naturschutz und ein wertvoller Ort der Umweltbildung.

Unterwasserwelt der Lahn beobachten

Im August 2007 wurde das Lahnfenster vom damaligen Hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel in Betrieb genommen. Die als sogenannte Fischaufstiegsanlage konzipierte Baumaßnahme wurde mit einem Besucherraum versehen, um die Unterwasserwelt beobachten zu können, und im Jahr 2014 auf eine Größe von 39 Quadratmetern erweitert. Ausgestattet mit Scheiben zum Fischwanderweg hin, aber auch mit direktem Blick in die Lahn, können Fische in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Ein weiteres Fenster lässt den Besucher Einblick in eine Flachwasserzone, die „Kinderstube“ der Fische, nehmen. Mit etwas Geduld und Glück lassen sich hier hautnah Forellen, Nasen, Rotaugen, Barsche, Barben und viele weitere regionale Fischarten beobachten. Auch Krebse haben sich in unmittelbarer Nähe des Fensters angesiedelt und lassen sich häufiger dort blicken.

Das Wehr stellt mit seiner Stauhöhe von rund zwei Metern ein unüberwindbares Hindernis für Fische dar. Für die meisten Arten und andere Lebewesen im Fluss ist es wichtig, dass sie sich frei bewegen können, etwa um ihre Laichplätze aufzusuchen. Die Fischaufstiegsanlage ist daher so konzipiert, dass sie imstande sind, durch die sogenannte Lockströmung den Aufstieg zu finden und in den oberhalb des Wehrs liegenden Teil der Lahn zu schwimmen. Von dort können sie zu ihren Laichplätzen wandern und sich fortpflanzen.

Das Lahnfenster eignet sich zudem hervorragend als außerschulischer Lernort. Denn zahlreiche Fundstücke aus der Lahn, Informationen zum Lahnverlauf, zur Fischaufstiegsanlage sowie über die Gewässerregionen oder Fischarten sind hier schülergerecht aufbereitet und ermöglichen Biologieunterricht vor Ort. Für Schulklassen und Studierende besteht außerdem die Möglichkeit, sich Filme zu fischereibiologischen Themen anzusehen.
Begonnen hatte das Jubiläumswochenende am Freitag parallel zum Stadtfest mit einem Familientag. Das ganze Wochenende über wurden neben interessanten Kurzführungen, Spiele und viele andere Attraktionen für Groß und Klein angeboten.
Weitere Hinweise zum Lahnfenster Hessen gibt es hier.

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