2500 Stellungnahmen zum Teilregionalplan Energie Mittelhessen

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Ausschnitt des Teilregionalplans Energie Plankarte Windenergie und Photovoltaik
Ausschnitt des Teilregionalplans Energie / Plankarte Windenergie und Photovoltaik

Viele Kommunen, Behörden, Verbände und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger der Region Mittelhessen haben sich mit den Inhalten des Teilregionalplans Energie auseinandergesetzt und sich im Rahmen der zweiten Offenlegung zum überarbeiteten Entwurf geäußert. Dies teilt das Regierungspräsidium Gießen (RP) mit. Dort sind rund 2500 fristgerecht vorgetragene Stellungnahmen eingegangen. Dabei sei zu bedenken, dass jede Stellungnahme in der Regel mehrere einzelne Antragspunkte enthalte, deren genaue Anzahl noch ermittelt werden muss. Bei der ersten Offenlegung waren es etwa 3500 Einzelanträge.

 

„Inhaltlich steht die Windenergienutzung klar im Vordergrund, denn die überwiegende Zahl der Stellungnahmen bezieht sich auf die vorgesehenen Vorranggebiete zur Nutzung der Windenergie“, fasst Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich zusammen. Dabei werde häufig auf die Themen Infraschall, Wirtschaftlichkeit, Natur- und Artenschutz, Immobilienwertminderung, Erholung und Landschaftsbild verwiesen.

 

„Wir werden in den nächsten Wochen diese Stellungnahmen sichten, in einer Datenbank erfassen und bearbeiten“, erläutert Dr. Ivo Gerhards, Leiter der Oberen Landesplanungsbehörde, das weitere Vorgehen. Der damit verbundene Aufwand hänge stark vom Umfang und von den Inhalten der einzelnen Stellungnahmen ab. So handele es sich bei einem Großteil der eingegangenen Bedenken um Sammeleinwendungen, die gleichlautende oder zumindest sehr ähnliche inhaltliche Aspekte enthielten. „Es ist nicht die Häufigkeit einer Einwendung, sondern deren Inhalt ausschlaggebend dafür, welche fachliche Bedeutung ihr im weiteren Planungsprozess zukommt“, so Gerhards. Entscheidend seien vor allem neue Aspekte, die im bisherigen Planungsprozess noch keine Berücksichtigung gefunden hätten.

 

Das RP setzt sich in den nächsten Monaten mit den eingegangenen Stellungnahmen inhaltlich auseinander und prüft dabei auch, ob und in welchem Umfang durch die eingereichten Anträge eine Überarbeitung der bisher vorgesehenen Planungen erforderlich werden könnte. Ergebnisse dieser fachlichen Prüfung werden regelmäßig mit dem zuständigen Ausschuss der Regionalversammlung Mittelhessen erörtert. Wann dieser Arbeitsschritt abgeschlossen ist, lässt sich aufgrund der großen Anzahl der Stellungnahmen derzeit noch nicht absehen.

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