Skatehalle in der Erstaufnahmeeinrichtung in Calden eröffnet

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Viele Skater mit Ausrüstung in der neuen Skatehalle in Calden
Skatehalle in der Erstaufnahmeeinrichtung in Calden eröffnet

„Ich glaube an das Gute, an das Wunder des Lebens. Ich weiß, Taten aus Liebe sind niemals vergebens“, singt Nadine Fabienne Fingerhut, die bekannte Liedermacherin aus Vöhl am Edersee in der Mensa der Caldener Erstaufnahmeeinrichtung (EAE). Treffender lässt sich der Dank an die vielen ehrenamtlichen Unterstützer und Sponsoren nicht ausdrücken, die die Eröffnung der Skatehalle auf dem Gelände der EAE in Calden ermöglicht haben. Gut ein Jahr hat es gedauert, bis aus der Idee von Heinz Jordan, einem der ehrenamtlichen Unterstützer, eine Begegnungsstätte für sportlich interessierte Jugendliche aus Calden und Umgebung mit den jungen Bewohnern der EAE entstanden ist.

Grund genug, mit vielen Unterstützern, Sponsoren und den derzeit rund 180 Bewohner ein großes Frühlingsfest auf dem alten Flugplatz in Calden zu feiern. Ohne die zahlreichen Helfer wäre dieses besondere Projekt nicht umzusetzen gewesen. Firmen wie ZF Luftfahrttechnik, Volkswagen Kassel und W & L Jordan, ehrenamtliche Helfer, hier sind ganz besonders die Adventjugend Deutschland und Kassel zu nennen, die Fachleute von Skate-Aid, viele Einzelpersonen und nicht zuletzt die Gemeinde Calden mit Bürgermeister Maik Makewitz an der Spitze haben dafür gesorgt, dass nun in der ehemaligen Flughafenhalle mit Skateboard, Inlineskates oder BMX-Rädern gefahren werden kann.

Bereits am Vormittag wurde die Skatehalle mit einem Workshop durch Skateboarder des Kasseler Vereins „Mr. Wilson“ für Anfänger und Fortgeschrittene eingeweiht. „Hier zeigt sich, dass unser Wunsch aufgeht“, freut sich Standortleiter Heinrich Rüsseler vom Regierungspräsidium Gießen. „Wir wollen mit dieser Halle die Begegnung der Menschen aus der Region mit denen, die auf Zeit bei uns leben, fördern. Der Sport ermöglicht das jenseits aller Sprachgrenzen.“ Die Johanniter-Unfallhilfe (JUH), die die Sozialbetreuung für die Geflüchteten in der EAE organisiert, stellt einen Mitarbeiter mit „Skateboard-Kompetenz“ ein, wie die Fachbereichsleiterin der Johanniter, Maja Schauder, erklärte, der zukünftig gemeinsam mit den übrigen Sozialbetreuern und Ehrenamtlichen während der Öffnungszeiten die Skatehalle kompetent betreuen wird.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Übergabe von zwanzig Fahrrädern durch den Regionalverband der Johanniter-Unfallhilfe. Die Wingas und Volkswagen Kassel haben das durch eine großzügige Spende an die JUH möglich gemacht. Lucky Bike in Kassel hat die Fahrräder geliefert und etliches an nützlichen Zubehör dazu gegeben. Die Räder werden für die Verkehrsschule in der Anlage genutzt, um die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Kulturen nach Deutschland gekommen sind, frühzeitig mit unserem Straßenverkehr vertraut zu machen. Wenn sie dann nach spätestens sechs Monaten in einer Gemeinschaftsunterkunft umziehen, kennen sie die Regeln und können sich sicher im Verkehr bewegen.

Es gab nicht nur sportliche Aktivitäten. Das Frühlingsfest stand auch im Zeichen der Musik. Neben Nadine Fabienne Fingerhut und ihrem Drummer Daniel Schulz sorgten das Duo Beau Silver & Ben Smith aus Kassel und das Trio Elena Padva Katz (Gitarre), Atila Günaydin (Saz- türkische Gitarre) und Hozan Husseein, ein derzeit in der EAE lebender Violinist, für den musikalischen Rahmen. Alle Künstler spendeten ihre Auftritte. In einem Drum-Circle, den Tom Brünner und Ursel Schlicht anleiteten, konnten die Gäste und Bewohner selbst aktiv werden. Mit einem gemeinsamen Abendessen endete dieser Tag, der einen neuen Abschnitt für die Integration der Menschen in der Caldener Erstaufnahme eingeläutet hat.
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