„Keine Entlohnung für das Geleistete, sondern vielmehr eine symbolische Würdigung“

Seit 2011 Jahren gibt es in Hessen eine Anerkennungsprämie für langjährige ehrenamtliche Einsatzkräfte – Regierungspräsidium Gießen hat bislang 4.948.050 Euro ausgezahlt

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Bild von der Front eines Feuerwehrautos und der Information, dass das Regierungspräsidium Gießen seit 2011 4948050 Euro Anerkennungsprämien ausgezahlt hat.

Gießen/Mittelhessen. Wenn’s brennt, sind sie da. Bei schweren Unfällen retten sie Menschenleben. Wenn jemand vermisst wird, rücken sie mit ihren Rettungshunden aus. Und während der aktuellen Hochwasser-Katastrophe gehen sie an ihre Grenzen. Was die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen sowie die Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr freiwillig leisten, ist für sie oftmals selbstverständlich. „Die Arbeit der Einsatzkräfte ist wichtig und wertvoll. Sie verdient großen Respekt“, betont der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Um langjähriges Engagement zu würdigen, hat die Hessische Landesregierung im Jahr 2011 eine Anerkennungsprämie in Hessen eingeführt – als erstes Bundesland überhaupt. Die drei Regierungspräsidien prüfen die Anträge, erstellen die Urkunden und zahlen die Prämie aus. In den zehneinhalb Jahren seit der Einführung kam allein im Regierungsbezirk Gießen die stolze Summe von 4.948.050 Euro zusammen – unsere „Zahl des Monats“.

Seit 2017 auch für Katastrophenschützer

Die Anerkennungsprämie gab es zunächst nur für langjährige aktive Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen. Lag die ausgezahlte Summe in Mittelhessen im ersten Jahr noch bei 23.100 Euro, waren es danach stets über 450.000 Euro. Alles in allem wurden seit 2011 stolze 4.812.900 Euro gezahlt. 2017 kam für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz eine ähnliche Regelung dazu. Hier wurden im Regierungsbezirk Gießen bislang 135.150 Euro ausgezahlt.

„Die Anerkennungsprämie ist keine Entlohnung für das Geleistete, sondern vielmehr eine symbolische Würdigung“, betont Dr. Thomas Stumpf, Leiter des Dezernats, das unter anderem für den Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich zeichnet. „Der Dienst, den die Frauen und Männer leisten, ist unbezahlbar“, findet er. Stumpf weiß, wovon er spricht – er ist seit Jahrzehnten in der Feuerwehr seines Heimatortes aktiv.

Das Land zahlt als Anerkennungsprämie nach zehn Jahren Dienstzeit 250 Euro, nach 20 Jahren 400 Euro, nach 30 Jahren 600 Euro und nach 40 Jahren 1.000 Euro. Die Anträge für Feuerwehrangehörige werden über die Kommunen gestellt. Für die Helferinnen und Helfer der Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes sind die jeweiligen Ortsverbände der Hilfsorganisationen beziehungsweise des Technischen Hilfswerks antragsberechtigt. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen (https://rp-giessen.hessen.de/inneres-arbeit/gefahrenabwehr/brandschutz/anerkennungsprämie).

Stichwort: Zahl des Monats

Eine Zahl besteht aus einer Ziffer oder mehreren, und sie sagt erst einmal nichts aus. Dahinter verstecken sich aber oft spannende Themen mit einem „Ach, das wusste ich noch gar nicht“-Effekt. In der Reihe „Zahl des Monats“ stellt das Regierungspräsidium Gießen interessante Zahlen aus dem Verwaltungsalltag vor und beleuchtet dabei Wissenswertes. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen noch tieferen Einblick in die Aufgaben einer Mittelbehörde, die viel spannender ist, als vielleicht gedacht.

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