Auftaktveranstaltung der Länder zu Stolperfallen im Internet, Computer oder Smartphone

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Gruppenfoto Konferenz zu barrierefreier IT

Gießen. Nicht nur Treppen, auch Internet, Computer und Smartphone haben Barrieren: In der Gießener Kongresshalle fand hierzu die Auftaktveranstaltung der Länder zur Umsetzung des Überwachungsverfahrens und der Durchsetzung für barrierefreie Webseiten, Dokumente nach der EU-Richtlinie 2016/2102 statt. Neben Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Regierungsvizepräsident Martin Rößler und Patrick Burghardt (Staatssekretär für Digitale Strategie und Entwicklung) nahmen auch die Verantwortlichen der anderen Bundesländer daran teil.

Initiiert worden ist die Konferenz von Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten. „Unser heutiges Treffen soll eine Plattform für eine weitere gute Zusammenarbeit bieten und einen umfassenden Austausch über die Landesgrenzen hinweg ermöglichen und festigen“, sagte sie in ihrer Begrüßung. Die bundesweit anerkannte Expertin hat gleich mehrere Funktionen inne. So ist sie die Landesbeauftragte für barrierefreie IT und Leiterin der Durchsetzungs- und Überwachungsstelle in Hessen.

Im Fokus des Treffens stand der fachliche Austausch zwischen den Verantwortlichen von Bund und Ländern mit Blick auf zukünftige Zusammenarbeit und Abstimmung von Prüfverfahren. Neben Vorträgen wurden auch Workshops in kleiner Runde angeboten. Dabei wurden Themen angesprochen von der Problematik einheitlicher Prüfwerkzeuge für die Verwaltung über einen aktuellen Einblick in die Schlichtungsstelle Behindertengleichstellungsgesetz bis hin zu Maßnahmen für Schulungen und zur Sensibilisierung für Überwachende und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.

„Barrierefreiheit hört an Treppenliften und Aufzügen nicht auf, sondern fängt dort erst an. In der Regel zählen viel mehr Maßnahmen darunter“, sagt Regierungspräsident Ullrich. Lösungen müssen demnach nicht nur für körperlich Beeinträchtigte und Rollstuhlfahrer gefunden werden, sondern auch für Menschen mit Bewegungskoordinations- und Orientierungsstörungen sowie einer geistigen Beeinträchtigung. Sei es die Anpassung des Arbeitsplatzes oder von speziellen Programmen zur Vergrößerungen am PC oder die Schulung von Mitarbeitern zu dieser Thematik. „Der Zugang zu Informationen im Internet muss barrierefrei möglich sein. Das gilt insbesondere für die öffentliche Hand, daher ist das Augenmerk auf die Barrierefreiheit von Anfang an sehr wichtig“, erläutert Staatssekretär Burghardt.

„Wie gehen die Bundesländer mit den Vorgaben der EU-Richtlinie 2016/2102 am effizientesten um, insbesondere wie überwachen sie die Barrierefreiheit und setzen sie durch?“ war eine der Fragen, die diskutiert wurden. Welche Voraussetzungen in den überprüfenden Behörden erfüllt werden müssen, war ein weiterer Themenblock. Die Fachleute berichteten auch darüber, wie die Qualität der Überwachung bundesweit auf höchsten Niveau gesichert werden kann. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein gemeinsames Bekenntnis zur weiteren konstruktiven Zusammenarbeit von Bund und den Ländern.

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