Augen auf beim Weihnachtskauf

Der jährliche Geschenkestress hat bereits begonnen: Weihnachten steht vor der Tür. Statt durch die Läden zu bummeln, setzen sich immer mehr Verbraucher an den PC, um bequem im Internet einzukaufen. Dabei werden auch immer wieder Produkte angeboten, die nicht den europäischen Richtlinien zur Produktsicherheit genügen. Das Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen und Normen wird vom Dezernat für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Gießen (RP) überwacht.

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Verschiedenes Spielzeug
Spielzeug

„Dabei werden nicht nur Produkte aus dem traditionellen Handel geprüft“, sagt Ahmad Rafiq der Experte des Teams für Produktsicherheit. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass im Jahr 2015 rund 47 Millionen Menschen in Deutschland Waren oder Dienstleistungen für private Zwecke über das Internet gekauft oder bestellt haben. In den letzten Jahren liegt daher ein immer größerer Schwerpunkt auch in der Kontrolle des Internethandels.

So erfolgten im laufenden Jahr stichprobenartig Überprüfungen von Laserpointern, Fahrradhelmen, Feuerzeugen, Starthilfekabeln und Kindertischleuchten. Hierbei wurden bei etwa 60 Prozent der geprüften Produkte aus dem Internet Mängel festgestellt und bei diesen mangelhaften Produkten notwendige Maßnahmen eingeleitet sowie dem weiteren Verkauf ein Riegel vorgeschoben.

Regierungspräsidium ist zuständig für Marktüberwachung

Wegen der großen Angebots- und Warenvielfalt im Internet sowie der vielfältigen Handelsplattformen ist es dem RP als Behörde für Marktüberwachung nicht möglich, alle angebotenen Produkte zu überprüfen. Bei einem Internetkauf und insbesondere beim Erhalt der Ware helfen rund zehn Punkte, um herauszufinden, wie es um die Produktsicherheit steht.

Liegt dem Produkt etwa eine verständliche Bedienungsanleitung in deutscher Sprache bei, hat das Produkt eventuell ein notwendiges CE-Kennzeichen oder sind Name und Kontaktanschrift des Herstellers/Importeurs vorhanden, sind das positive Signale. Das gilt auch, wenn elektrisch leitende Teile gegen zufällige Berührung gesichert, notwendige Warnhinweise auf dem Produkt angebracht oder in der Bedienungsanleitung erwähnt sind. Eine weitere Frage: Ist das Produkt sauber verarbeitet oder gibt es eventuell scharfe Kanten? Bei Kinderspielzeugen, das für Kinder unter drei Jahren gefährlich werden kann, sollten Warnhinweise hinsichtlich verschluckbarer Kleinteile angebracht sein. Nicht zuletzt sollte nachgesehen werden, ob die Produkte überhaupt für den europäischen Markt gebaut oder etwa für den asiatischen, amerikanischen oder russischen Wirtschaftsraum gebaut wurden.

Die Botschaft aus dem Regierungspräsidium Gießen ist klar: Wer daran denkt, dass im Internet Artikel verfügbar sind, die für andere Märkte bestimmt sind, schützt sich selbst. Möglicherweise unbemerkt landen Geschenksuchende auch auf Plattformen, die diese Märkte bedienen, ohne es zu merken. „Achten Sie als Verbraucher besonders darauf, die Angebote gründlich zu überprüfen und lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Schnäppchen hinters Licht führen. Dann können Sie sich zum Weihnachtsfest mit Ihren Liebsten an sicheren Geschenken erfreuen“, erklärt RP-Mitarbeiter Rafiq. Da der Internethandel weiter an Bedeutung gewinnen wird, werden die dort vertriebenen Produkte weiterhin im Fokus der Marktüberwachung stehen.

Für Fragen zur Marktüberwachung des Internethandels steht das Arbeitsschutzdezernat des Regierungspräsidiums Gießens gerne für Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen sind von den Experten unter der Rufnummer 0641/303-3228 oder auf der Homepage des RP Gießen unter www.rp-giessen.de erhältlich.
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Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Oliver Keßler
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Region Mittelhessen
Telefon: 0641-303 2005
Fax: 0641-303 2008
E-Mail: pressestelle@rpgi.hessen.de

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