Bettina Stöfhas erhält Verdienstmedaille

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Bettina Stöfhas erhält Verdienstmedaille
Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (l.) überreicht Bettina Stöfhas die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Freude darüber herrscht auch bei ihrem Ehemann Uwe Stöfhas.

Gießen. „Diese Leistung verdient höchsten Respekt und Anerkennung.“ Mit diesen Worten würdigte der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich die Gladenbacherin Bettina Stöfhas. Seit 35 Jahren pflegt und versorgt sie ihren schwerstbehinderten Sohn Dominik. „Und das wirklich liebevoll“, zeigte sich der Regierungspräsident beeindruckt. Er überreichte der 61-Jährigen im kleinen Kreis die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Verliehen wird die Auszeichnung vom Bundespräsidenten. Neben ihrem Ehemann Uwe, Tochter Nicole, Schwester Ingeborg Reinl, Freund Helmut Schmidt und dem Gladenbacher VdK-Vorsitzenden Walter Jakowetz war auch Bürgermeister Peter Kremer mit zur Auszeichnung ins Gießener Regierungspräsidium gekommen. Letzterer würdigte ebenfalls das große Engagement der 61-Jährigen.

Mit der Geburt ihres Sohnes Dominik hat sich das Leben von Bettina und Uwe Stöfhas von Grund auf verändert. Denn das Baby litt unter Sauerstoffmangel. Die Folge: ein frühkindlicher Hirnschaden. Es sollte nicht die letzte Diagnose sein, die das Leben der Familie auf den Kopf stellte. Bis heute kann sich der 35-Jährige nur undeutlich artikulieren und wird von vielen Menschen kaum verstanden. Auch seine motorische Entwicklung ist verzögert. Deswegen ist Dominik Stöfhas auf einen Rollstuhl angewiesen. Seine Feinmotorik ist ebenfalls beeinträchtigt. Deshalb kann er nicht alleine essen und benötigt auch bei allen anderen Dingen des täglichen Lebens Hilfe.

Seine Eltern und seine Schwester sind seine wichtigsten Bezugspersonen. Ganz besonders aber Mutter Bettina. Denn die Gesundheits- und Krankenpflegerin übernimmt die häusliche Pflege und Betreuung weitgehend alleine – natürlich mit großer Unterstützung ihres Ehemanns und der 29-jährigen Tochter Nicole. Daneben arbeitet sie in Teilzeit und macht extra Nachtdienste, um tagsüber bei ihrem Sohn sein zu können. Da er keinen Wohnplatz in einer Einrichtung bekommt, wird Dominik Stöfhas unter der Woche vormittags auf einem Bauernhof des Vereins „Spectrum Marburg“ in Gladenbach, danach stundenweise zu Hause von fib e.V. (Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen) betreut. Daneben pflegte Bettina Stöfhas gemeinsam mit ihren Geschwistern ihre verwitwete und 2017 verstorbene Mutter in deren Wohnung in Dautphetal. Auch ihre Schwiegermutter wurde bis zu deren Tod im Jahr 2015 im Haushalt der Familie Stöfhas gepflegt und versorgt. Bereits 2016 war die Gladenbacherin mit der Pflegemedaille des Landes Hessen geehrt worden.

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