Deutsche Dokumente fit fürs Ausland machen

Regierungspräsidium Gießen erteilte in den vergangenen zwölf Monaten 1.601 Legalisationen – Sie bestätigen die Echtheit von Zeugnissen und Urkunden – Auch in Corona-Zeiten gefragt

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Zahl des Monats
Regierungspräsidium Gießen erteilte in den vergangenen zwölf Monaten 1.601 Legalisationen

Gießen. Ob Hochschulzeugnis, Geburtsurkunde oder Prüfungszeugnis einer Handwerkskammer – oft werden deutsche Dokumente im Ausland nur anerkannt, wenn sie vorher von einer Behörde beglaubigt wurden. Denn eine Legalisation bestätigt die Echtheit des Siegels und der Unterschrift auf dem Papier. In Mittelhessen ist das Regierungsp räsidium Gießen (RP) genau dafür zuständig und für alle Fragen rund um das Thema der richtige Ansprechpartner. Allein in den vergangenen zwölf Monaten erteilte das RP insgesamt 1.601 solcher Legalisationen – unsere „Zahl des Monats“.

„Bei Beglaubigungen deutscher Dokumente für ausländische Behörden handelt es sich um ein komplexes Thema. Das RP steht den Bürgerinnen und Bürgern deshalb beratend zur Seite“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Die Zahlen zeigen: Legalisationen bleiben auch in Zeiten von Corona ein gefragtes Thema. Wer von den zuständigen ausländischen Stellen die Notwendigkeit einer Legalisation bestätigt bekommen hat, sollte sich daher zeitnah darum bemühen, dass sie erteilt wird.

„Generell wird zwischen zwei verschiedenen Arten der Legalisation unterschieden“, berichtet RP-Mitarbeiterin Julia Nowey: Der Apostille nach dem Haager Übereinkommen von 1961 sowie der Beglaubigung. Bei der Apostille handelt es sich um ein vereinfachtes Verfahren, nach dessen Abschluss die Legalisation direkt bei ausländischen Behörden vorgelegt werden kann. Der Beglaubigung folgt nach der Ausstellung noch eine Überbeglaubigung des Generalkonsulats oder der Botschaft des Ziellandes. Welche Art der Legalisation erteilt werden kann, richtet sich nach internationalen Abkommen. „Hierfür kann das Regierungspräsidium Gießen auf eine Übersicht sämtlicher Ländervorschriften zugreifen“, sagt die RP-Mitarbeiterin.

Um Zeit und unnötige Wege zu sparen, empfiehlt Julia Nowey deshalb, sich zunächst telefonisch mit dem Regierungspräsidium in Verbindung zu setzen: „So kann vorab geprüft werden, ob noch weitere Stellen beteiligt werden müssen. Oder ob die Legalisation sogar von einer anderen Behörde erteilt werden muss, zum Beispiel den jeweiligen Landgerichten für gerichtliche Dokumente aus deren Bezirken oder etwa auch das Bundesverwaltungsamt in Köln bezüglich Urkunden von Bundesbehörden.“ Etwaige Stolpersteine und Probleme könne man so umgehen. „Insbesondere bei Ereignissen, die terminlich gebunden sind, wie zum Beispiel einer bevorstehenden Hochzeit oder dem Beginn eines Auslandssemesters, sollte man kein Risiko einer Verzögerung eingehen“ rät Nowey.

Interessierten Bürgerinnen und Bürgern hilft die RP-Mitarbeiterin gerne weiter. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0641/303-2217 oder per E-Mail an julia.nowey@rpgi.hessen.de. Generell können Dokumente persönlich oder auf dem Postweg übermittelt werden. Aufgrund der aktuellen Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen ist der Postweg derzeit die bessere Wahl. Hierfür empfiehlt es sich, das auf der Homepage des Regierungspräsidiums hinterlegte Formular (https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/content-do...) herunterzuladen und auszufüllen, da dort alle relevanten Informationen erfragt werden.

Weitere Informationen sind der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.hessen.de unter „Inneres & Arbeit“ zu finden.

Stichwort: Zahl des Monats
Eine Zahl besteht aus einer Ziffer oder mehreren, und sie sagt erst einmal nichts aus. Dahinter verstecken sich aber oft spannende Themen mit einem „Ach, das wusste ich noch gar nicht“-Effekt. In der Reihe „Zahl des Monats“ stellt das Regierungspräsidium Gießen interessante Zahlen aus dem Verwaltungsalltag vor und beleuchtet dabei Wissenswertes. Bürgerinnen und Bürger erhalten dadurch einen noch tieferen Einblick in die Aufgaben einer Mittelbehörde, die viel spannender ist, als vielleicht gedacht.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Oliver Keßler
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Region Mittelhessen
Telefon: 0641-303 2005
Fax: 0641-303 2008
E-Mail: pressestelle@rpgi.hessen.de

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35390 Gießen

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