Gefahren rund um das Rauchen – nicht nur von Shishas

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Nichtraucher-Starterset
Arbeitsschutzexperte Maximilian Baier zeigt Regierungsvizepräsident Martin Rößler ein Nichtraucher-Starterset.

Gießen. Zigaretten sind nicht gesund. Das hat sich herumgesprochen. Wie ist es aber mit Shishas? Passend zum Weltnichtrauchertag haben Fachleute der Arbeitsschutz-Dezernate vom Regierungspräsidium Gießen auf dem Gießener Kreuzplatz zu diesem Thema informiert. Vom Nichtraucherschutz bei der Arbeit oder Gefahren rund um das Rauchen von Shishas – vom Anzünden bis zum letzten Zug. „Shishas sind ungesünder, als viele Menschen denken“, sagt Regierungsvizepräsident Martin Rößler. „Bei Fragen rund um den Nichtraucherschutz möchte ich die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich an die RP-Experten zu wenden.“

Tabakrauch enthält etwa 90 Substanzen, die krebserzeugend sind. Nicht nur die Tabakkonsumenten selbst sind den darin enthaltenen Gefahrstoffen ausgesetzt. Auch die Personen in ihrer Umgebung, die ungewollt mitrauchen – vor allem am Arbeitsplatz. In Mittelhessen ist das Regierungspräsidium Gießen für den Arbeitsschutz zuständig. In diesem Zusammenhang werden immer wieder auch Shisha-Bars kontrolliert. Die Schadstoffe von Shishas seien teilweise gefährlicher und höher dosiert, als in Zigaretten, sagt Arbeitsschutzexperte Holger Lehnhardt vom RP Gießen. Es gebe darüber hinaus einen großen Trugschluss, wenn es um Shishas geht: „Das eingesetzte Wasser filtert keine Schadstoffe aus dem Rauch. Es kühlt diesen lediglich ab.“

Ein wirksamer Schutz für Nichtraucher kann je nach betrieblichen Gegebenheiten unterschiedlich erzielt werden. Die Maßnahmen reichen von räumlicher Trennung der Raucher und Nichtraucher über Raumbelüftung und zeitlich versetzte Raumnutzung bis hin zu einem strikten Rauchverbot im Betrieb. Hier müsse mehr Aufklärung stattfinden, sagt Holger Lehnhardt. „Auch wenn der nichtrauchende Kollege mit dem Rauchen im Büro einverstanden ist, ist es verboten. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers beinhaltet, die Beschäftigten notfalls auch gegen deren Willen vor krebserzeugenden Gefahrstoffen bei der Arbeit zu schützen.“ Nicht nur die Gesundheit leidet unter Zigaretten- und Shisharauch. „Auch die kognitiven Fähigkeiten können durch Shishas und Zigaretten beeinträchtigt werden“, sagt RP-Mitarbeiter Maximilian Baier. Das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid könne also nicht nur Auswirkungen auf das körperliche Wohl, sondern auch auf die Intelligenz haben, erklärt der RP-Experte.

Betroffene Arbeitnehmer oder Interessierte finden je nach Landkreis ihre Ansprechpartner für Arbeitsschutz in Gießen oder Hadamar: Für die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg telefonisch über 0641/303-0, oder per Email: arbeitsschutz-giessen@rpgi.hessen.de.
Für die Landkreise Lahn-Dill und Limburg-Weilburg telefonisch über 0641/303-0, oder per Email: poststelle-afaslm@rpgi.hessen.de.

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Pressesprecher: Herr Oliver Keßler
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Region Mittelhessen
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