Gießener Leitfaden bundesweit empfohlen

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Junge Dame im Arm mit einer Seniorin

Gießen. Die entwickelten Handlungsempfehlungen zur Prävention hitzebedingter Risiken bei älteren Menschen des Regierungspräsidiums Gießen wurden als „Leuchtturmprojekt“ nun bundesweit an Alten- und Pflegeeinrichtungen und Verantwortungsträger versandt. Dadurch werden neue Maßstäbe im Bereich der Pflege gesetzt. Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Gesundheit wurden beispielgebende Ansätze für die Bereiche hausärztliche Versorgung, ambulante Pflege, Krankenhaus und stationäre Pflege vorgestellt und bewertet.

Als in Europa im Jahr 2003 mehr als 70.000 Menschen in Folge einer lang anhaltenden Hitzeperiode verstarben, hat die Hessische Betreuungs- und Pflegeaufsicht, unter der Federführung des Regierungspräsidiums Gießen, intensive Anstrengungen unternommen, um die Folgen dieser klimatischen Veränderungen in den Alten- und Pflegeheimen, aber auch in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, abzumildern. „Ich bin sehr stolz, dass die langjährige Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bundesweit eine solche Anerkennung findet. Wie notwendig es ist, gerade beim Thema Klima präventiv zu denken und Anpassungsstrategien zu entwickeln, machen die aktuellen Temperaturen erneut deutlich,“ so Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der in diesem Zusammenhang auch das Engagement der Prüferinnen und Prüfer bei den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales, lobte.
Es wurden Handlungsempfehlungen entwickelt, die seit dem Jahr 2008 erstmals in ganz Hessen den Mitarbeitern in den Einrichtungen Informationen und praktische Tipps an die Hand geben. Diese Handlungsempfehlungen, die für den Sommer des vergangenen Jahres erneut aktualisiert wurden, haben zwischenzeitlich bundesweite Anerkennung erfahren.

Darüber hinaus sind die Inhalte dieser Handlungsempfehlung auf der Internetseite des Universitätsklinikums München im Rahmen des Bildungsmoduls für Pflegepersonen bereitgestellt und fließen so in die Aus- und Weiterbildung von Betreuungs- und Pflegekräften ein.

Zum Hintergrund:
Das Regierungspräsidium Gießen ist mit seinen nachgeordneten Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales für die Aufsicht aller hessischen Pflegeheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zuständig und hatte das, zwischenzeitlich bundesweit eingeführte, Warnsystem des Deutschen Wetterdienstes mitentwickelt. Wenn der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach eine Hitzewarnung auslöst werden sofort die Hessischen Altenpflegeheime in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und können so umgehend entsprechende Vorkehrungen treffen. In der Folge werden bei Hitzewellen seit einigen Jahren die Einrichtungen in besonderem Maße überprüft, aber auch intensiv beraten.

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