Hilfe aus napoleonischer Zeit

Regierungspräsidium Gießen unterstützt Jugendarbeit von Vereinen in Höhe von 1350 Euro aus Mitteln der „Stiftung für die Deutsche Jugend“

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Ein Basketball und ein Trikot
Das Geld wird für den Kauf von Bällen, Trikots und mehr bereitgestellt.

Gießen/Vogelsbergkreis. Sport und Napoleon sind zwei Welten, und doch profitiert die eine von der anderen. Einer über 200 Jahre alten Stiftung, ursprünglich als „Fonds für Findel- und verlassene Kinder der Provinz Rheinhessen“ gedacht, ist es zu verdanken, dass heimische Sportvereine auch in diesem Jahr wieder unterstützt werden können. Aus Mitteln der „Stiftung für die Deutsche Jugend“ werden Gelder für den Kauf von Sport- und Trainingsgeräten wie Bälle, Netze und Trikots bereitgestellt, für die es keine sonstigen öffentlichen Zuwendungen gibt. Dem Regierungspräsidium Gießen stehen hierfür in diesem Jahr rund 1350 Euro zur Verfügung. Insgesamt werden zwölf Vereine gefördert – sieben davon aus dem Landkreis Gießen, fünf aus dem Vogelsbergkreis.

Und was hat das mit Kaiser Napeleon I. zu tun? Vom Stiftungszweck vorgegeben, können im Regierungsbezirk nur Anträge aus den Landkreisen Vogelsberg und Gießen berücksichtigt werden. Ein napoleonisches Dekret aus dem Jahre 1811 begrenzt die Stiftung auf das frühere Großherzogtum Hessen-Darmstadt einschließlich Starkenburg und Oberhessen. Deshalb können die Stiftungsmittel ausschließlich im Landkreis Gießen mit Ausnahme von Wettenberg, Biebertal, Lollar-Salzböden und Lollar-Odenhausen sowie im Vogelsbergkreis vergeben werden.

Von der Stiftung profitieren diesmal:  der TSV Bellersheim (100 Euro), Sportverein 1921 Daubringen (125 Euro), TSV 1883 Grünberg (100 Euro), SV 1949 Hattenrod (100 Euro), Lich Basketball (100 Euro), FSG Lollar/Staufenberg (100 Euro) und der Sportverein 1899 Staufenberg (100 Euro) sowie – aus dem Vogelsbergkreis – der SV 1920 Altenburg (125 Euro), Turnverein Grebenau / Bambinigruppe (125 Euro), TSG 1911/21 Nieder-Ohmen (125 Euro), Schützenverein 1923 Ober-Breidenbach (125 Euro) und der JFV Ohmtal Homberg (125 Euro). Der Bewilligungsbetrag orientiert sich an der Größe der Vereine sowie der Anzahl der betreuten Jugendlichen. Außerdem ist die Vergabe der Mittel so bemessen, dass große Unterschiede zwischen den Vereinen vermieden und auch kleinere Vereine spürbar gefördert werden.

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