Lahnfenster wurde ausgezeichnet

PM 142 Lahnfenster vom RP Gießen erhält UN-Dekadenpreis und feiert Tag der Nachhaltigkeit (2).JPG

UN-Dekade Biologische Vielfalt

Gießen. „Die wenigsten Menschen haben eine Vorstellung, was sich unter der Wasseroberfläche befindet. Das gilt es zu ändern“, sagt Ursula Rock, Mitarbeiterin des Regierungspräsidiums Gießen (RP). Genau deswegen gibt es das vom RP betriebene Lahnfenster an der Klinkel’schen Mühle in Gießen. Auge in Auge mit Forellen, Barschen und vielen weiteren regionalen Arten, erleben Klein und Groß, was sich in der Unterwasserwelt des Flusses so alles abspielt. Ohnehin einzigartig in Hessen, ist die Einrichtung jetzt um eine Besonderheit reicher: die Auszeichnung als Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit gewürdigt wird“, betonte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich bei einer kleinen Feierstunde. Er griff selbst zum Akkuschrauber und hängte gemeinsam mit Lahnfenster-Managerin Ursula Rock die Plakette auf. Sie ziert in den kommenden zwei Jahren die Wand direkt am Eingang zur Aussichtsplattform. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in vorbildlicher Weise für den Erhalt der Biodiversität einsetzen.

„Das Lahnfenster leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ganz konkret durch die Fischaufstiegsanlage, aber auch dadurch, dass wir hier informieren. Denn nur was man kennt, ist man bereit zu schützen“, findet Ullrich. Dem kann sich Ursula Rock nur anschließen. Informieren bedeutet im Fall des 2007 eingeweihten und 2014 erweiterten Lahnfensters: Es gibt unter anderem kostenlose Führungen für Kindertagesstätten und Schulen, den Touch-Kiosk mit Angeboten für Kinder und Erwachsene sowie Infotafeln mit Bildern und Texten. Und natürlich die Fenster, dank derer die Besucher die Tiere in der Lahn beobachten können. „Wir wollen Umweltbildung für alle erlebbar machen. Und das Gute ist: Die meisten Angebote sind kostenfrei“, sagt sie.

Ullrich erinnerte daran, dass das Lahnfenster ein Kooperationsprojekt zwischen dem Regierungspräsidium, der Stadt Gießen und der Deutschen Bahn AG ist. Letztere hat die Fischtreppe am Lahnfenster finanziert, und zwar als Kompensationsmaßnahme für den Bau der ICE-Strecke Frankfurt – Köln. An den ersten Spatenstich kann sich Matthias Mähliß noch gut erinnern. Er ist als Landschaftsplaner bei der Deutschen Bahn AG für Ausgleichsmaßnahmen zuständig. „Es ist wirklich eine große Freude, zu sehen, wie sich das hier entwickelt hat“, würdigte er. „Aus der ursprünglich kleinen Maßnahme zur Wiederansiedlung des Lachses und anderer Fische in der Lahn ist etwas Großartiges geworden.“ Dieses Lob hörten Ullrich und die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Gießen gerne. Neben Ursula Rock ließen sich auch Abteilungsleiterin Sonja Heckrodt, Dezernatsleiter Gerhard Schulze-Velmede und weitere Kollegen die offizielle Bekanntgabe der Auszeichnung nicht entgehen. Im Anschluss war die Öffentlichkeit anlässlich des hessischen „Tages der Nachhaltigkeit“ eingeladen, das Lahnfenster zu besuchen und mitzufeiern. Dabei gab es unter anderem Preise am Glücksrad zu gewinnen.

Weitere Informationen zum Lahnfenster gibt es im Internet oder auf der Facebook-Seite des Lahnfensters.

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