Regierungspräsident Dr. Ullrich besucht den Tierpark Herborn

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich konnte bei einem Besuch die Vielfalt des Tierparks Herborn kennenlernen. Nach einem Rundgang durch die Anlage mit der Parkleiterin, Britta Löbig, wurde ein Turmfalke, der in der Quarantänestation als Fundtier aufgezogen wurde, freigelassen.

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Regierungspräsident Dr. Ullrich besucht den Tierpark Herborn
Bild: 2. v.r. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, rechts Britta Löbig

Der Park, der ursprünglich auf Initiative eines Vereins als Vogelpark gegründet wurde, beherbergt inzwischen ein breites Spektrum an Tierarten. Schon seit Jahren werden nicht mehr nur Vögel gehalten, immer mehr Säugetiere kamen dazu, Reptilien, Amphibien und Fische. Ein besonderer Publikumsmagnet sind die possierlichen Erdmännchen, die nicht nur die Kinder, sondern auch die erwachsenen Besucher begeistern.


Das Regierungspräsidium Gießen ist als Genehmigungsbehörde für den Vollzug des Artenschutzrechts zuständig. Hierzu gehört die Prüfung der rechtmäßigen Herkunft der gehaltenen und unter Schutz stehenden Tiere. Außerdem musste der Park aufgrund der europäischen „Richtlinie über die Haltung von Wildtieren in Zoos“ eine zoorechtliche Genehmigung beantragen, die im Jahr 2004 erteilt wurde. Durch regelmäßige Inspektionen wird die Einhaltung der Vorgaben überprüft.


Neben der Zurschaustellung von Tieren legt der Park großen Wert auf eine umfassende Information der Besucher zu vielen Themen der Natur und des Artenschutzes. Ullrich konnte sich davon überzeugen, dass es ein wichtiges Anliegen des Parks ist, die Besucher für die Tiere zu begeistern und für den Schutz der Lebensräume zu gewinnen. Löbig erläuterte, dass es gerade diese Inhalte sind, die beim Besuch des Parks weitergegeben werden sollen. Hunderte von Führungen, zum Beispiel für Kindergartengruppen und Schulklassen und kommentierte Fütterungen werden jedes Jahr angeboten.


Der Tierpark beteiligt sich auch an mehreren europäischen Erhaltungszuchtprogrammen, zum Beispiel für Soldatenara, Balistar und Schwarzstorch. Die als Botschafter für die Erhaltung des Regenwaldes im Park lebenden Lisztäffchen zeigten dem Besucher aus Gießen stolz ihren Nachwuchs.
Besonderes Augenmerk wird auch auf die heimische Tierwelt gelegt. So wurden zum Beispiel im Jahr 2007 europäische Sumpfschildkröten aufgenommen, deren Nachwuchs dann an hessischen Gewässern wieder angesiedelt werden soll.
Wie dem Gießener Regierungspräsidenten erläutert wurde, sind die Betreiber des Tierparks ständig dabei, die Anlage zu erweitern und die Gehege und Volieren den Bedürfnissen der Tiere anzupassen. Vor allem die Verbesserung der Haltungsbedingungen für die Papageien ist ein wesentliches Anliegen der Parkleitung.


Außerdem werden soweit möglich verletzt aufgefundene Greifvögel im Tierpark unentgeltlich aufgenommen und mit dem Ziel der Wiederauswilderung gepflegt. Zurzeit befinden sich mehrere Turmfalken in der Quarantänestation des Parks. Einer davon ist nun soweit entwickelt und gesund, dass er von Ullrich in die Freiheit entlassen werden konnte, „es ist schön zu sehen, dass das Engagement und der Einsatz der Pfleger nun Früchte trägt und das Tier nun wieder zu seinen Artgenossen in die Wildnis entlassen werden konnte“, so der Regierungspräsident.


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