Regierungspräsident Ullrich begleitet Gebrauchsabnahme zur Herbstmesse an der Ringallee

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Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im Gespräch mit Schausteller Josef Kollmann, der das Fahrgeschäft „G-Force“ betreibt
Regierungspräsident Ullrich begleitet Gebrauchsabnahme zur Herbstmesse an der Ringallee

Die Herbstmesse an der Ringallee steht vor ihrem Start. Einen Tag vor der Eröffnung wird an den letzten Details gearbeitet: Ein Strahler an der Geisterbahn wird ersetzt, Zelte abgespritzt oder LED-Lampen ausgetauscht. Dass es überhaupt losgehen kann, dafür ist die Gebrauchsabnahme der sogenannten Fliegenden Bauten am wichtigsten. Dabei handelt es sich um Fahrgeschäfte oder Zelte ab einer bestimmten Größe, die genehmigt werden müssen.

Hierfür ist das Regierungspräsidium Gießen seit Mai 2015 zentral für Hessen zuständig. Neben Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und seinem Team der Genehmigungsstelle um Dezernatsleiterin Claudia Coburger-Becker sind am Morgen außerdem Mitarbeiter des Bauordnungsamts, der Kämmerei und der Berufsfeuerwehr Gießen sowie der Marketing Gießen GmbH auf dem Messeplatz dabei.

„Unser Auftrag ist der Schutz der Menschen, die hier ihren Spaß haben sollen.“

Christoph Ullrich beschreibt die Aufgabe des Regierungspräsidiums stellvertretend für die Gruppe, die die Fahrgeschäfte je nach Auftrag begutachten: „Unser Auftrag ist der Schutz der Menschen, die hier ihren Spaß haben sollen.“ Diesmal sind 47 Fliegende Bauten angemeldet. Nicht alle, aber etwa ein Drittel werden der Gebrauchsabnahme unterzogen. Fliegende Bauten mit Mängeln, die die Sicherheit beeinträchtigen können, sollen dadurch erst gar nicht in Betrieb gehen.
Der Regierungspräsident, selbst leidenschaftlicher Heimwerker und deshalb technisch interessiert, nutzt die Chance und macht genau das, was er zu Beginn angekündigt hatte: „Ich werde aus persönlichem Interesse auch die eine oder andere Frage stellen.“ Die Schausteller freuen sich offenkundig und fachsimpeln immer wieder mit ihm.

Besonders beeindruckend ist „Happy Family“, ein mehrstöckiges und bunt leuchtendes Fahrgeschäft mit vielen Überraschungen. Karlheinz Heine aus Bremen ist der Betreiber und mitten in den letzten Vorbereitungen. Drei Zugmaschinen inklusive Kran braucht er, um den Vergnügungskoloss von einem zum anderen Ort zu transportieren und aufzubauen. Diesmal hatte er drei Tage Zeit: „Das ist dann eher ein gemütliches Aufbauen.“ Manchmal muss es auch deutlich schneller gehen. Wie seine Kollegen auf dem Messeplatz gibt er gerne Auskunft und beantwortet zugleich die Fachfragen der Verwaltungsmitarbeiter, von der Technik bis zum Feuerlöscher.

Hier wie bei den anderen geprüften Fliegenden Bauten gibt es keine Beanstandungen. Das ist nicht immer der Fall. Ergeben sich Mängel, muss die Untere Bauaufsicht der Stadt Gießen vor Ort entscheiden, ob diese so gravierend sind, dass schlimmstenfalls der Betrieb untersagt werden muss. Sind es lediglich geringfügige Fehler, werden diese im Prüfbuch notiert und müssen in der Regel bis zur nächsten Abnahme am nächsten Spielort beseitigt sein. „Addieren sich die Mängel jedoch, werden bei der regelmäßig vorgeschriebenen Verlängerung entsprechende Auflagen formuliert oder auch bestimmte Überprüfungen durch eine Prüfstelle für Fliegende Bauten beim TÜV angeordnet werden.“ Dass die Auflagen überwacht werden, dafür ist die Untere Bauaufsicht zuständig. Das mag nach viel Bürokratie klingen, die steht aber für die maximale Sicherheit der Messegäste.


Stichwort: Fliegende Bauten

Fliegende Bauten sind nach § 68 der Hessischen Bauordnung (HBO) Absatz 1 bauliche Anlagen, die geeignet und bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden. Bevor sie erstmals aufgestellt und in Gebrauch genommen werden, benötigen genehmigungspflichtige Fliegende Bauten eine Ausführungsgenehmigung in Form eines Prüfbuches (Absatz 2). Das Regierungspräsidium Gießen ist für die Erteilung, Verlängerung und Übertragung dieser Ausführungsgenehmigung zuständig.


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