Regierungspräsidium genehmigt Bau einer Ferngasleitung von Hüttenberg-Weidenhausen (Lahn-Dill-Kreis) bis Gießen-Kleinlinden (Landkreis Gießen)

Das Unternehmen Open Grid Europe beabsichtigt ihr Fernleitungsnetz durch eine kapazitätsstarke Ferngasleitung auf der Strecke von Weidenhausen im Lahn-Dill-Kreis bis nach Kleinlinden im Landkreis Gießen zu erweitern. Die geplante Trasse im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums (RP) Gießen hat eine Länge von ca. 9 Kilometern und verläuft überwiegend parallel zu der bereits bestehenden Ferngasleitung der Open Grid Europe.

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Regierungspräsidium genehmigt Bau einer Ferngasleitung von Hüttenberg-Weidenhausen (Lahn-Dill-Kreis) bis Gießen-Kleinlinden (Landkreis Gießen)
Regierungspräsidium genehmigt Bau einer Ferngasleitung von Hüttenberg-Weidenhausen (Lahn-Dill-Kreis) bis Gießen-Kleinlinden (Landkreis Gießen)

Im Zuge der Trassenerneuerung ist auch vorgesehen, für die Umstellung von L-Gas (niedriger Energiegehalt) auf H-Gas (höherer Energiegehalt), eine neue Gas-Druckregel- und Messanlage (GDRM) in Weidenhausen mit einer 900 Meter langen Ferngasanschlussleitung an die Ferngasleitung zu errichten. Die Investitionssumme für die Baumaßnahme wird auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag veranschlagt. Das RP Gießen ist die zuständige Behörde für Planfeststellungsverfahren von Gasversorgungsleitungen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurde unter anderem ein Anhörungsverfahren durchgeführt. Neben der Öffentlichkeit wurden hier sämtliche betroffene Verbände und Versorgungsunternehmen sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt. Sämtliche im Rahmen dieses Verfahrens genannten Einwendungen und Bedenken sind in die Prüf- und Abwägungsergebnisse eingeflossen, die schließlich im Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt worden sind.


„Die Umsetzung der Energiewende – allem voran der stufenweise Ausstieg aus der Kernenergie, verbunden mit den Ausbauzielen für die erneuerbaren Energien – ist ohne einen gleichzeitigen Ausbau der Energienetze nicht realisierbar. Das Erdgasfernleitungsnetz leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Energieversorgung. Darüber hinaus hat das Erdgasnetz das Potenzial über Umwandlungsprozesse als Speicher- und als Transportinfrastruktur für regenerativ erzeugten, überschüssigen Strom zu dienen. Es kann so eine wesentliche Funktion beim anstehenden Umbau der Energieversorgung übernehmen“, so Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich.


„Mit der jetzt durch das Regierungspräsidium Gießen erteilten Genehmigung zum Bau der Ferngasleitung von Hüttenberg-Weidenhausen bis Gießen-Kleinlinden und der neuen GDRM-Anlage können wir unverzüglich mit den Bauarbeiten beginnen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche L-H-Gas Umstellung schaffen“, so Peter Ehlen anlässlich der Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses durch Regierungspräsidenten Dr. Ullrich.


Sobald die Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses gegeben ist, liegt das Baurecht für das Projekt vor. Die Bauzeit soll ca. 18 Monate betragen, Betriebsbeginn soll im Dezember 2018 sein.


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