RP Dr. Christoph Ullrich unterzeichnet Vorlagebericht für A 45 - Investitionen in Höhe von rund 85,7 Millionen Euro

Gießen/Ehringshausen. Die Talbrücke Lemptal zwischen Ehringshausen und Herborn hat ausgedient und wird durch einen Neubau ersetzt. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich unterzeichnet den entsprechenden Vorlagebericht an das Hessische Verkehrsministerium. Zuvor hatte das Regierungspräsidium Gießen das umfangreiche verwaltungsrechtliche Anhörungsverfahren durchgeführt. Als nächster Schritt steht der Planfeststellungsbeschluss aus Wiesbaden an, der das Baurecht schafft.

Der Neubau der Talbrücke Lemptal ist erforderlich, da die rund 580Meter lange Brücke aus dem Jahr 1970 in den nächsten Jahren das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreichen wird. Durchgeführte Untersuchungen an der Talbrücke ergaben unter anderem, dass sie für die stetig steigende Verkehrsbelastung statisch nicht ausgelegt ist und dass zudem eine Verstärkung des Bauwerks unter wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll ist. Aus diesem Grund hatte Hessen Mobil den Antrag gestellt, die Talbrücke Lemptal durch einen Neubau zu ersetzen.

Die von Hessen Mobil im Auftrag des Bundes erstellte Planung umfasst den Neubau der Talbrücke unter Berücksichtigung des sechsstreifigen Ausbaus der A 45 zwischen der Landesgrenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen bis zum Gambacher Kreuz.

Auch die derzeitige Streckenführung der A 45 im Bereich der Talbrücke Lemptal entspricht nicht mehr den heutigen technischen und verkehrlichen Anforderungen. In der vorliegenden Planung wurden daher insbesondere die Neigungsverhältnisse im Bereich der Fahrbahn verändert, um einen besseren Abfluss des Regenwassers von der Straßenoberfläche zu gewährleisten. Außerdem wurden die Kurvenbereiche umgestaltet, damit die Sichtweiten und die Fahrdynamik verbessert werden.

Für die Maßnahme ist eine Bauzeit von vier bis fünf Jahren veranschlagt. Der Baubeginn für den Bauabschnitt der Talbrücke Lemptal steht noch nicht fest und ist abhängig vom Ablauf der Bauarbeiten der angrenzenden Streckenabschnitte. Damit der fließende Verkehr möglichst wenig eingeschränkt wird, erfolgt der Bau zeitlich versetzt.

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