RP Dr. Ullrich besucht drei besonders gelungene Projekte in Amöneburg, Ebsdorfergrund und Fronhausen

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LEADER-Region Marburger Land

Gießen/Amöneburg/Roßberg/Fronhausen. „Mittelhessen ist eine Erfolgsregion, in der die Menschen gerne leben“ – davon ist Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich überzeugt und besucht gelungene, wirtschaftliche Entwicklungen in seinem Regierungsbezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die von Mitteln des LEADER-Programms, einer Förderung der EU und des Landes Hessen, profitieren konnten und in ihrer Region sowohl Wirtschaft als auch Lebensqualität voranbringen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstandes der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER Region Marburger Land informierte sich RP Ullrich diesmal vor Ort über drei erfolgreiche Projekte.

„Es ist mir wichtig, mich mit den Mitgliedern der LEADER-Region über ihre Strategien sowie über durchgeführte und anstehende Projekte auszutauschen“, erläutert Christoph Ullrich. Zugleich lobt er den besonderen Charakter der Strategie: „Hier werden Ideen und Projekte nicht von außen aufgestülpt, sondern von lokalen Gruppen selbst entwickelt und vorangetrieben: das ist nachhaltig und sinnvoll.“ Das Geld für die Projekte stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

Neben dem persönlichen Gespräch überzeugt sich der Regierungspräsident auch von erfolgreichen Projekten vor Ort. Erster Stopp ist der Amanahof in Amöneburg. „Die Zahl der Übernachtungen in Marburg und der direkten Umgebung steigt seit einigen Jahren stetig an. Amöneburg hat sehr viel zu bieten, aber den angesprochenen Besuchern steht lediglich eine begrenzte Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung, das wollte ich ändern“, berichtet Dr. Astrid Wetzel, Inhaberin des Amanahofs. Mit dem mit LEADER-Mitteln geförderten Ausbau und Umbau zu Ferienwohnungen des Amanahofes wurde die histori-sche Altstadt Amöneburgs mit einem neuen und attraktiven Element für den sanften Tourismus bereichert.

Die zweite Station führte die Delegation in den Ebsdorfergrund zum Erlebniswanderweg Roßberg. Der im Herbst eröffnete Wanderweg setzt die Landschaftselemente der einzigartigen Bach-Auenlandschaft im Einflussbereich der Zwester Ohm bei Roßberg gekonnt in Szene. Auf einer Länge von 5,6 Kilometern können die Besucherinnen und Besucher einiges über das Ökosystem rund um Roßberg erfahren. „Der Erlebniswanderweg hat sich gut etabliert und trägt somit auch zur Unterstützung der hiesigen Gastronomie bei“, sagt Bürgermeister Andreas Schulz.

Gelagert wird in der denkmalgeschützten Güterhalle Fronhausen nicht mehr, stattdessen wird Kulinarisches serviert. Im vergangenen Jahr erstrahlte das Gebäude in neuem Glanz. Ulf Stiller betreibt in Fronhausen eine Gastronomie und Eventlocation mit dem Charme der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Die historische Halle wurde aufwendig saniert und um einen modernen Anbau ergänzt. Die Location bietet 100 Sitzplätze und eignet sich für Privatfeiern aller Art sowie Firmenveranstaltungen. „Wir sind nun rund ein Jahr im Betrieb und die Nachfrage ist riesig“, freut sich Betreiber Ulf Stiller.
„Das sind drei sehr verschiedene, aber auf ihre Weise individuell beeindruckende Projekte, die die LEADER-Region Marburger-Land hier ausgewählt hat“, sagt Ullrich beim Gespräch mit den Delegationsmitgliedern. Mittelhessen profitiere in vielen Bereichen von Fördermitteln der Europäischen Union. „Ob Zuschüsse zur Existenzgründung oder Betriebserweiterung, Ausbau von Wanderwegen oder der Umbau eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses zum Ferienhaus – die LEADER-Projekte sind so vielfältig wie Europa selbst.“

Hintergrund
LEADER steht für Liaison entre actions de développement de l'économie rurale, was übersetzt bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Dieses EU-Programm ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der seit 20 Jahren zur Anwendung kommt. Es ermöglicht ortsansässigen Akteuren die Teilhabe an der Planung und Ausführung von Strategien, an der Herbeiführung von Entscheidungen und an der Verteilung von Mitteln zur Entwicklung des ländlichen Raums.
Die Besonderheit des Prozesses ist, dass sich die privaten und öffentlichen Akteure in einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) zusammenschließen und den Entwicklungsprozess in ihrer Region gemeinsam gestalten. Die derzeitige Förderperiode läuft von 2014 bis 2020.
Die Region Marburger Land ist nach der Förderphase 2007 bis 2013 zum zweiten Mal als LEADER-Region anerkannt. Der Region stehen in der aktuellen Förderphase rund 1,9 Millionen Euro an EU-Fördermitteln zur Regionalentwicklung zur Verfügung.

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