RP Dr. Ullrich besucht Praxiseinstieg in Rettung und Pflege

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Praxiseinstieg in Rettung und Pflege
Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (5. v.r.) und Markus Müller (8. v.l.) bei dem Unterrichtsbesuch der Qualifizierungsmaßnahme in Marburg.

Gießen/Marburg. „Der Rettungsdienst liegt mir als ehemaligem Rettungssanitäter besonders am Herzen“, erläutert Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich im Rahmen eines Unterrichtsbesuches des neugeschaffenen Bildungsangebots „Praxiseinstieg in Rettung und Pflege“. Weil es immer weniger Beschäftigte im Rettungsdienst sowie in Pflegeberufen gibt, ist es wichtig Jugendlichen die beruflichen Perspektiven in den Gesundheitsberufen aufzuzeigen. Daher haben der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) und das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft mit dem Praxiseinstieg ein neues Bildungsangebot gestartet. Es richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahren und vermittelt erste Qualifikationen für Gesundheitsberufe. Zudem absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Praktika im Rettungsdienst und in Pflegeeinrichtungen. Der Regierungspräsident besuchte den ersten Kurs der Qualifizierung im Unterricht.

Ullrich war selbst vor und während seines Studiums im Rettungsdienst tätig – weshalb er besonders an einem Austausch mit den Teilnehmern interessiert war. „Mein besonderer Dank für das Engagement und die geleistete Arbeit gilt daher den Blaulichtorganisationen, die für Menschen in verschiedensten Lebenslagen von entscheidender Bedeutung ist“, sagt der Regierungspräsident.

Im Vordergrund des Gesprächs standen die bisherigen Erfahrungen, die die Kursteilnehmer vor allem während der Praktika im Rettungsdienst und Pflegeeinrichtungen gemacht haben. Aufgrund des Alters der Praxiseinstieg-Teilnehmer hat es zu dem Projekt auch kritische Stimmen gegeben. Dabei ging es neben den Arbeitszeiten auch um belastende Erlebnisse, mit denen die jungen Kursteilnehmer gerade während ihrer Rettungsdienst-Praktika konfrontiert werden könnten. „Es zwingt einen niemand, den Praxiseinstieg zu machen. Man weiß vorher, was einen erwartet“, sagte einer der Teilnehmer.
Das sieht auch eine andere Kursteilnehmerin so: „Im Einsatz hast du auch immer die Chance zu sagen: Mir wird das zu viel, ich ziehe mich ins Auto zurück. Auch hinterher ist es immer möglich, mit den Kollegen über Einsätze zu sprechen“.

Wie allen Rettungsdienst-Mitarbeitenden stehen den Praxiseinstieg-Teilnehmern zudem die Strukturen der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zur Verfügung, die beim RDMH etabliert sind. Bei belastenden Situationen werden die PSNV-Mitarbeitenden früh eingebunden, sodass Gesprächsangebote schnell wirksam werden können.

Besonders erfreulich ist, dass alle Kursteilnehmenden schon jetzt Klarheit haben, welchen beruflichen Weg sie im Anschluss einschlagen wollen. „Ich möchte im Rettungsdienst arbeiten. Das war schon vorher mein Wunsch, die Praktika haben mich darin noch bestätigt“, meint ein anderer Teilnehmer. Auch einige andere Teilnehmer möchten im Rettungsdienst bleiben und streben entweder den direkten Einstieg als Rettungssanitäter an oder wollen sich für die Notfallsanitäter-Ausbildung bewerben. Andere sehen ihre Zukunft eher in einer Pflegeeinrichtung.

„Wir freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen der Praxiseinstieg-Teilnehmer. Natürlich besonders darüber, dass einige von ihnen dadurch den Weg zum Rettungsdienst gefunden haben“, meint Markus Müller, Geschäftsführer des RDMH. Dieses positive Fazit ist nicht zuletzt auf Projektleiterin Peta Riemenschneider und Kursleiterin Janine Stahl zurückzuführen, die gemeinsam für die Planung, Organisation und gute Umsetzung des ersten Durchlaufes gesorgt haben. „Für den nächsten Kurs werden wir das Bildungsangebot erweitern und ein paar der Abläufe auf Basis der bisherigen Erfahrungen optimieren“, ergänzt Riemenschneider.

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