RP Gießen widmet sich auf der Messe Memo-Bauen in Marburg den Themen Baustellensicherheit und Produktsicherheit

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Messe Memo-Bauen

Vom 31. Januar bis 3. Februar informierten sich sowohl private als auch gewerbliche Messebesucher auf der „Memo-Bauen 2019“ in Marburg am Stand des Regierungspräsidiums Gießen über das sichere Ar­beiten auf Baustellen. Zentrale Themen waren „Gefahr durch Staub“ und „Neue Asbestfundstellen“. Da die Erkrankungszahlen durch das Einatmen von Stäuben auf Baustellen wie Silikose, Asbestose oder Lungenkrebs nach wie vor hoch sind, rückten die Arbeitsschutzdezerna­te den Schutz vor Staub in das Blickfeld der Messebesucher.

Speziell das Thema Schutz vor Asbestfasern hat durch die sogenannten neuen Fundstellen enorm an Bedeutung gewonnen. Neben den bekannten Faserquellen, wie etwa Asbestzementprodukte auf Dächern und an Fassaden, wurde in jüngster Vergangenheit festgestellt, dass Asbest früher auch in vermeintlich „normalen“ Putzen, Klebern, Spachtelmassen und sogar in Farben verarbeitet wurde.

Alleine das unsachgemäße Bohren eines Dübelloches in einer solchen Wand kann Millionen von Asbestfasern freisetzen. Die Wichtigkeit dieser Thematik kam auch in den Vorträgen der Baukontrolleure des Regierungspräsidiums zum Ausdruck, die diese vor dem Messepublikum hielten. Auch eine Berufsschulklasse der Adolf-Reichwein-Schule Marburg (Lehrberuf Maurer) ließ sich die Unfallgefahren und Schutzmaßnahmen auf Baustellen von den RP-Experten erläutern.

Darüber hinaus ging es auf dem Messestand des Regierungspräsidiums auch um sichere Arbeitsmittel auf Baustellen. Denn was nutzt die beste Schutzmaßnahme, wenn die Unfallgefahr von schlechtem Werkzeug oder unsicheren Arbeitsgeräten ausgeht. Die Fachleute für Produktsicherheit konnten den Messebesuchern an­hand verschiedener Exponate verdeutlichen, dass es sich nicht bezahlt macht, bei der Ausrüstung auf Billig­produkte zu setzen. Denn von Arbeitsmitteln, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, gehen häufig unge­ahnte Gefahren aus.

Insbesondere Elektrogeräte und Kabeltrommeln müssen für den rauen Baustellenbetrieb geeignet sein. Weiterhin bedürfen sie der regelmäßigen Prüfung. Auch für private Häuslebauer ist der Technische Verbraucher­schutz wichtig. So sollte man beim Kauf immer darauf achten, ob auf dem Produkt oder seiner Verpackung der Name des Herstellers angebracht ist.

Ein seriöser Hersteller braucht seinen Namen nicht zu verbergen. Ebenso sollte bei der Aus­wahl von Arbeitsmitteln kontrolliert werden, ob eine verständliche Bedienungs- oder Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache beigefügt ist. Denn nur dann hat man die Möglichkeit, wichtige Informationen des Herstellers für den bestimmungsgemäßen und sicheren Gebrauch des Produktes nachzulesen.

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