RP Ullrich besucht die Gemeinde Breitscheid

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Gemeindebereisung Breitscheid
Die Schauhöhle „Herbstlabyrinth“ ist der visuelle Höhepunkt des Gemeindebesuchs von Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich in der Gemeinde Breitscheid.

Gießen/Breitscheid. Der Regierungspräsident besucht regelmäßig eine der 101 Städte und Gemeinden im RP-Bezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen. Diesmal führt ihn seine Reise an den Fuß des Westerwaldes in die 4800 Seelen-Gemeinde Breitscheid. Begrüßt von Bürgermeister Roland Lay erhält Dr. Christoph Ullrich interessante Einblicke in die Planung und den Bau des neuen Gesundheitszentrums in Breitscheid sowie eine Führung durch die beeindruckende Schauhöhle „Herbstlabyrinth“. „Es gibt viele tolle Orte, auf die wir hier in Mittelhessen stolz sein können – über und unter der Erde“, sagt Christoph Ullrich während des dreistündigen Besuchs.

Ein Projekt, das in Breitscheid in den Startblöcken steht, ist das „Gesundheitszentrum Breitscheid“. Auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern, verteilt auf drei Etagen, sollen ab Spätsommer 2020 Ärzte, Apotheke, ein Hörgeräteakustiker und Optiker, die VR-Bank Lahn-Dill, die Sparkasse Dillenburg, Physiotherapie sowie ein örtlicher Bäcker, die Pflegestation der Gemeinde mit einer integrierten Tagespflege sowie eine separate Wohngemeinschaft für Intensivpflege untergebracht sein. Investor Torsten Germann präsentiert die detaillierten Pläne für das Projekt, das mehr Qualität in die Gemeinde bringen soll.
Mit dem zusätzlichen Mobilitätskonzept soll sich das Leben auf dem Lande vereinfachen, gerade auch für die ältere Generation. Regierungspräsident Ullrich: „Wenn wir darüber sprechen, dass es immer schwieriger wird, die ärztliche Versorgung in der Fläche sicherzustellen, ist das hier ein vorbildliches Konzept.“ Auf einem kurzen Abstecher geht es zur Baustelle an der Medenbacher Straße, um sich vor Ort einen Eindruck vom Baufortschritt zu machen. „Hier wird die Zukunft der Gemeinde Breitscheid gebaut“, sagt Bürgermeister Lay.

Weiter führt eine kurze Fahrt zum Stolz der Gemeinde Breitscheid: Die Schauhöhle „Herbstlabyrinth“. Diese ist mit einer Gesamtganglänge von mehr als 12,5 Kilometern bei einem Höhenunterschied von rund Hundert Meter das größte Höhlensystem Hessens. Dabei ist die „Knöpfchenhalle“ der größte Einzelraum, der mit einem Fußweg sowie einer aufwendigen LED-Lichttechnik ausgestattet worden ist. Mit rund 20 Prozent Eigenmitteln und Geldern von Land und EU ist das 600.000 Euro-Projekt finanziert worden – „und schreibt mit bis zu 8500 Besuchern jährlich eine schwarze Null“, wie Roland Lay betont. Möglich macht das ein geschickter Personaleinsatz. Höhlenführer Bernhard Walzog bringt dem Gast aus Gießen die glitzernde Unterwelt geistreich näher – Sprachwitz und in vier Jahrzehnten gewonnenes Fachwissen machen es möglich.

„Dass hinter einem so unscheinbaren Eingang ein solches Naturschauspiel versteckt ist, hätte ich nicht erwartet“, sagt RP Ullrich. In seiner Freizeit selbst technikbegeistert, ist er beeindruckt von der aus mehr als 120 einzelnen Lampen bestehenden Lichttechnik. „Die Schauhöhle Herbstlabyrinth ist der Leuchtturm des Tourismus unserer Region“, ergänzt der Bürgermeister. Ein besonderer Höhepunkt der Führung ist die Gelegenheit, einen über 30.000 Jahre alten Höhlenbärenknochen anzufassen.

Der Aufstieg aus der Höhle erfordert allerdings etwas Kondition. Nach rund 125 Stufen gelangt die Delegation wieder zurück an den Eingang der Höhle. Von dort aus geht es zurück ins Rathaus, um gemeinsam mit Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen. „Die Gemeindebereisungen sind eine gute Möglichkeit zu erfahren, was den Menschen vor Ort auf dem Herzen liegt“, betont der Regierungspräsident. Verschiedene Themen wie der Regionalplan, Windkraftanlagen als Bestandteil des Bioenergiedorf-Konzepts oder auch der nahe Kalksteinbruch werden in der offenen Runde diskutiert, an der neben Bürgermeister Lay und Torsten Germann auch Paul-Gerhard Wendel (CDU-Vorstand), Arnd Kureck (CDU-Beigeordneter), Jan Heckmann (Gemeinde Breitscheid) und Volkmar Peter (FWG-Beigeordneter) dabei sind.

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