Schlitzer Projekt zur Verwertung und Entsorgung von Klärschlamm erhält Förderung

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Land Hessen unterstützt Entsorgung von Klärschlamm
v.l.n.r.: Simon Sauerbier, Hans-Jürgen Schäfer, Thomas Rohrbach, RP Dr. Christoph Ullrich, Dr. Olaf Dahlmann, Matthias Kübel und Frank Jahn.

Schlitz/Gießen. Zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit hat Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich die Gemeinde Schlitz besucht. Hier übergab er einen Förderbescheid über 100.000 Euro. Die Gemeinden Niederaula, Burghaun, Schlitz und der Zweckverband Gruppenklärwerk Bad Salzschlirf-Wartenberg werden mit den Fördergeldern ein Konzept zur gemeinsamen Behandlung und Verwertung von Klärschlamm auf den Weg bringen.

„Mit interkommunaler Zusammenarbeit finden Gemeinden und Städte Möglichkeiten, um gemeinsam Hürden zu überwinden. Solche Projekte unterstützt das Land Hessen sehr gerne“, sagte RP Ullrich während der Übergabe des Förderbescheides.

Hans-Jürgen Schäfer, Bürgermeister der Stadt Schlitz, erläutert: „Dies ist die erste Förderung eines Abwasserprojekts im Rahmen einer Interkommunalen Zusammenarbeit und eine Würdigung der Unternehmung. Die beteiligten Gemeinden haben hier ein nachahmenswertes Projekt auf die Beine gestellt.“ Die Förderung könne allerdings nur als erster Aufschlag gesehen werden, sagte Schäfer. Denn die Kosten zur Verwertung und letztlich zur Entsorgung von Klärschlamm seien extrem hoch.

Zukünftig wollen die kooperierenden Gemeinden Ihre Zusammenarbeit ausbauen: „Denn wir haben vor, in Zukunft völlig autark zu sein, was die Klärschlammverwertung angeht.“ Dies zu erreichen, müssen laut Bürgermeister Schäfer noch mehrere Millionen Euro in die Hand genommen werden, um in eine Verwertungs- und Verbrennungsanlage zur Phosphatrückgewinnung zu investieren. Diese Technologie sei zwar schon vorhanden, allerdings kostspielig.

Simon Sauerbier, Bürgermeister der Gemeinde Burghaun, freut sich über den Zuschuss des Landes Hessen und erklärt, dass „die kooperierenden Gemeinden immer auf der Suche nach umweltverträglichen und nachhaltigen Lösungen zur Abfallbeseitigung sind“.

„Wichtig bei interkommunaler Zusammenarbeit ist, dass Aufgaben besser oder im besten Fall kostengünstiger erledigt werden können“, ergänzt der Regierungspräsident. Diese Zusammenarbeit könne wachsen und solle schlicht aus praktischen Erwägungen auch fortgeführt werden. In diesem Punkt sind sich die kooperierenden Gemeinden einig. Die durch die Förderung angestoßenen Maßnahmen haben schon jetzt für eine Kosteneinsparung von rund 30 Prozent gesorgt.

Darüber freuen sich nicht nur die Gemeindekassen, sondern es ist gleichermaßen ein Ansporn für weitere gemeinsame Projekte. Denn „Innovation kennt keine Grenzen“, sagt Simon Sauerbier und lobt die Handreichung zwischen Kommunen und dem Land Hessen.

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