Vorlagebericht liegt jetzt Verkehrsministerium vor

Gießen. Die Talbrücke Heubach südlich der Stadt Herborn und westlich der Gemeinde Sinn hat ausgedient und wird durch einen Neubau ersetzt. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich unterzeichnet den entsprechenden Vorlagebericht an das Hessische Verkehrsministerium. Zuvor hatte das Regierungspräsidium Gießen das umfangreiche verwaltungsrechtliche Anhörungsverfahren durchgeführt. Als nächster Schritt steht der Planfeststellungsbeschluss aus Wiesbaden an, der das Baurecht schafft.

Die Planung umfasst den Neubau der Talbrücke unter Berücksichtigung des sechsspurigen Ausbaus der A 45 zwischen der Landesgrenze von Hessen und Nordrhein-Westfalen bis zum Gambacher Kreuz. Erstellt worden ist sie von Hessen Mobil Dillenburg im Auftrag des Bundes. Der hohe Instandhaltungsaufwand und die stark angestiegene Verkehrsbelastung führten zum Antrag von Hessen Mobil, die Talbrücke Heubach durch einen Neubau zu ersetzen.

Der Neubau der Talbrücke Heubach ist erforderlich, da die Brücke aus dem Jahr 1966/68 in den nächsten Jahren das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreichen wird. Zudem hat sich der bauliche Zustand der knapp 180Meter langen Talbrücke in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Durchgeführte Untersuchungen an der Talbrücke ergaben unter anderem, dass sie der stetig steigenden Verkehrsbelastung nicht mehr dauerhaft gewachsen ist.

Auch die derzeitige Streckenführung der A45 bei Herborn entspricht nicht mehr den heutigen technischen und verkehrlichen Anforderungen. In der vorliegenden Planung wurden daher insbesondere die Neigungsverhältnisse im Bereich der Fahrbahn verändert, um einen besseren Abfluss des Regenwassers von der Straßenoberfläche zu gewährleisten. Außerdem wurden die Kurvenbereiche umgestaltet, damit die Sichtweite und die Fahrdynamik verbessert wird.

Um Lärm für die Anwohner zu reduzieren wird entlang der Kerngemeinde Sinn eine 785 Meter lange und bis zu viereinhalb Meter hohe Lärmschutzwand errichtet. Der Ortsteil Fleisbach wird ebenfalls durch eine Lärmschutzwand mit einer Länge von 540 Metern und einer Höhe bis zu sechs Meter vor dem Verkehrslärm geschützt. Diese zweite Wand wurde im Rahmen eines zweiten Planänderungsverfahrens ergänzt.

Auslöser der Planänderung war eine im Januar erfolgte Aktualisierung der Verkehrsprognose für die A45. Demnach wird das prognostizierte Verkehrsaufkommen bis zum Jahr 2030 noch stärker zunehmen, als ursprünglich angenommen. Deswegen wurde auch der Bau einer zweiten Lärmschutzwand erforderlich.
Die Dauer der Baumaßnahme ist von 2020 bis 2023 geplant.

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