Konzept zum Umgang mit COVID-19 in EAEH

Das „Konzept zum Umgang mit COVID-19/SARS-CoV-2 Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen“, wird stetig überarbeitet und fortentwickelt. Das Konzept beinhaltet u.a. Quarantäne- und Verlegungsoptionen, die bei einem Ausbruch in Kraft treten, sowie Regelungen zu Hygienemaßnahmen, Unterbringung, Aufenthalt und Verhalten in der Gemeinschaft, Zuführung zu medizinischen Räumlichkeiten u.v.m., z.B.:

  • Erstuntersuchung bei Neueinreisen im Ankunftszentrum Gießen inklusive einer Untersuchung auf SARS-CoV-2-typische Krankheitssymptome mit niederschwelligen Tests (PCR) bei dem geringsten Verdacht sowie eine umfassende Reiseanamnese zur Feststellung, ob die Einreise aus einem durch das RKI benannten Risikogebiet erfolgte.
  • 14-tägige Absonderung aller neu ankommenden Asylsuchenden in Separierungsbereichen des EAEH-Standortes Gießen. Es erfolgen keine Verlegungen, Transfers oder Weiterleitungen vor Absolvierung einer „Quarantänezeit“ von 14 Tagen.
  • In der Regel besteht an allen Standorten der EAEH 24/7 eine medizinische Versorgung, sodass symptomatische Bewohnende schnellst möglichst erkannt und isoliert werden können.
  • Kontaktschutzvorrichtungen in Bereichen des Publikumsverkehrs sowie in Wartebereichen etc. Dazu zählen z.B. Plexiglasscheiben, Aushändigung von medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen, Markierung von Mindestabständen, Zurverfügungstellung von Desinfektionsmitteln usw.
  • Die Unterbringung der Bewohnenden wurde an allen Standorten räumlich entzerrt.
  • Bereitstellung und Aushang von Piktogrammen u. a. zu Abstands- und Hygienemaßnahmen sowie Informationen zu aktuellen Corona-Regelungen in 14 verschiedenen Sprachen.
  • Die Plakate und Informationen hängen in zentralen Bereichen der Erstaufnahmeeinrichtung (u. a. Infopoint, Essensausgabe) aus. Zudem sind Banner mit Piktogrammen zu den wichtigsten Corona-Maßnahmen an den Ein- und Ausgängen der Standorte angebracht. Das Sicherheitspersonal der Standorte informiert die Bewohnenden beim Verlassen des Standorts nachdrücklich über die Regelungen außerhalb der Einrichtung (Mindestabstand, Kontakteinschränkungen, Maskenpflicht nach VO).
  • Umgehende Isolation von Verdachtsfällen und positiv getesteten Bewohnenden in gesondert ausgewiesenen Quarantänebereichen sowie Ermittlung und Isolierung der Kontaktpersonen.
  • Enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitsämtern bei der Testung von Verdachtspersonen, Ermittlung von Kontaktpersonen und Einreisenden aus Risikogebieten.
  • Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, ist zurzeit keinerlei Besuch gestattet. Ehrenamtliche Tätigkeiten sowie Freizeit-, Sport- und Gruppenangebote wurden an allen Standorten der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH) bis auf Weiteres eingestellt und Sozialräume geschlossen. Die Grundbetreuung der Bewohnenden bleibt hiervon unberührt. Derzeit werden Bildungsangebote, wie Sprachkurse unter Einhaltung aller Vorgaben zum Schutz vor SARS-CoV-2 in der EAEH durchgeführt.
  • Alle Gemeinschaftsräume (z. B. Teestuben, Fitnessräume, Leseecken und Spielräume) sind derzeit geschlossen. Durch Abstandmarkierungen vor den Essenausgaben, Entfernen von Tischen und Stühlen, Eröffnen weiterer Speiseräume sowie der Möglichkeit zur Einnahme der Speisen auf den Unterkunftszimmern, ist die Einhaltung der vorgegebenen Kontaktbeschränkungen möglich.

Bei Auffälligkeiten / Umgang mit infizierten Personen
Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, wird die betreffende Person gebeten, in einem Absonderungszimmer zu verbleiben und jeglichen Kontakt mit anderen Personen zu vermeiden. Aktuell liegt das Testergebnis ca. 6-8 Stunden nach Abnahme vor. Alle PCR-Tests werden unmittelbar von einem Kurier zum Labor des UKGM-Marburg verbracht. Dies entspricht den aktuellen Empfehlungen des RKI.

Nachgewiesen infizierte Personen aus dem Ankunftsprozess werden in einem separaten, getrennten Bereich des Quarantänekomplexes untergebracht.

Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus werden die Betroffenen umfassend über die durchzuführende Quarantäne, die Dauer, die Versorgung sowie die medizinische und sozialarbeiterische Betreuung informiert.

Zusätzlich erhalten alle positiv getesteten Personen eine Notfall-Nummer, die im jeweiligen Handy als Kurzwahl einprogrammiert wird.

Infizierte Personen erhalten ihre Mahlzeiten auf einem Essenstablett, das vor der Zimmertür abgestellt wird.

Um die Kommunikation der Bewohnenden mit dem Sicherheitsdienst zu ermöglichen, erhalten sie FFP-2 Masken und Handschuhe, welche bei den Kontakten mit dem Sicherheitsdienst zu tragen sind. Es wird auf entsprechende Abstände geachtet, Körperkontakt wird vermieden.

Zweimal am Tag erfolgt zusätzlich die Kontrolle durch medizinisches Fachpersonal in persönlicher Schutzausrüstung, um eventuelle Probleme der Untergebrachten frühzeitig erkennen zu können.

Am Wochenende erfolgt diese Visite bedarfsgerecht.

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