Konzept zum Umgang mit COVID-19 in EAEH

Das „Konzept zum Umgang mit COVID-19/SARS-CoV-2“ der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH) wird stetig überarbeitet und fortentwickelt. Das Konzept beinhaltet unter anderem Quarantäne- und Verlegungsoptionen, die bei einem Ausbruch in Kraft treten, sowie Regelungen zu Hygienemaßnahmen, Unterbringung, Aufenthalt und Verhalten in der Gemeinschaft, Zuführung zu medizinischen Räumlichkeiten, Impfkonzept und Testungen.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Unmittelbare Schnelltestung aller neu ankommenden Asylsuchenden nach Ankunft an sieben Tagen in der Woche, 24 Stunden lang.
  • Erstuntersuchung und Impfangebot bei Neueinreisenden im Ankunftszentrum Gießen inklusive einer Untersuchung auf SARS-CoV-2-typische Krankheitssymptome mit niederschwelligen Tests (PCR) bei dem geringsten Verdacht sowie eine umfassende Reiseanamnese zur Feststellung, ob die Einreise aus einem durch das Robert Koch-Institut (RKI) benannten Risikogebiet erfolgte. Sofortiger Schnelltest bei Vorliegen von Symptomen. Positive Testergebnisse werden mit einem PCR-Test bestätigt. 10-tägige Absonderung aller neu ankommenden Asylsuchenden in Separierungsbereichen des EAEH-Standortes Gießen. Im Anschluss erneute Schnelltestung. Es erfolgen keine Verlegungen, Transfers oder Weiterleitungen vor Absolvierung einer „Quarantänezeit“ von 10 Tagen und ohne vorherige Schnelltestung.
  • In der Regel besteht an allen Standorten der EAEH 24/7 eine medizinische Versorgung, sodass symptomatische Bewohnende schnellst möglichst erkannt und isoliert werden können.
  • Kontaktschutzvorrichtungen in Bereichen des Publikumsverkehrs sowie in Wartebereichen etc. Dazu zählen z.B. Plexiglasscheiben, Aushändigung von FFP2-Masken, Markierung von Mindestabständen, Zurverfügungstellung von Desinfektionsmitteln usw.
  • Die Unterbringung der Bewohnenden wurde an allen EAEH-Standorten räumlich entzerrt.
  • Bereitstellung und Aushang von Piktogrammen unter anderem zu Abstands- und Hygienemaßnahmen sowie Informationen zu aktuellen Corona-Regelungen in 14 verschiedenen Sprachen.
  • Die Plakate und Informationen hängen in zentralen Bereichen der Erstaufnahmeeinrichtung wie Infopoint oder Essensausgabe aus. Zudem sind Banner mit Piktogrammen zu den wichtigsten Corona-Maßnahmen an den Ein- und Ausgängen der Standorte angebracht. Das Sicherheitspersonal der Standorte informiert die Bewohnenden beim Verlassen des Standorts nachdrücklich über die Regelungen außerhalb der Einrichtung (Mindestabstand, Kontakteinschränkungen, Maskenpflicht nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben).
  • Umgehende Isolation von Verdachtsfällen und positiv getesteten Bewohnenden in gesondert ausgewiesenen Quarantänebereichen sowie Ermittlung und Isolierung der Kontaktpersonen.
  • Enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Gesundheitsämtern bei der Testung von Verdachtspersonen, Ermittlung von Kontaktpersonen und Einreisenden aus Risikogebieten sowie mit den Impfambulanzen und Hausärzten bei Erst- und Folgeimpfungen.
  • Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, ist zurzeit keinerlei Besuch in den Erstaufnahmeeinrichtungen gestattet. Ehrenamtliche Tätigkeiten sowie Freizeit-, Sport- und Gruppenangebote werden in allen Standorten der EAEH in Hotspot-Regionen bis auf Weiteres eingestellt und Sozialräume werden geschlossen. Die Einschränkungen richten sich nach den aktuell gültigen Vorgaben der Corona-Schutzverordnung und der Landkreise. Die Grundbetreuung der Bewohnenden bleibt hiervon unberührt. Derzeit werden Bildungsangebote, wie Sprachkurse, unter Einhaltung der 2G-Regel sowie aller Vorgaben zum Schutz vor SARS-CoV-2 in der EAEH durchgeführt.
  • Alle Gemeinschaftsräume (z.B. Teestuben, Fitnessräume, Leseecken und Spielräume) sind in Standorten in ausgewiesenen Hotspot-Regionen geschlossen. Durch Abstandsmarkierungen vor den Essenausgaben, Entfernen von Tischen und Stühlen, Eröffnen weiterer Speiseräume sowie der Möglichkeit zur Einnahme der Speisen auf den Unterkunftszimmern, ist die Einhaltung der vorgegebenen Kontaktbeschränkungen möglich.

Bei Auffälligkeiten / Umgang mit infizierten Personen
Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, wird die betreffende Person gebeten, in einem Absonderungszimmer zu verbleiben und jeglichen Kontakt mit anderen Personen zu vermeiden. Aktuell liegt das Testergebnis ca. sechs bis acht Stunden nach Abnahme vor. Alle PCR-Tests werden unmittelbar von einem Kurier zum Labor des UKGM-Marburg, des HLPUG oder niedergelassenen Laboren im Einzugsbereich der Standorte der EAEH gebracht. Dies entspricht den aktuellen Empfehlungen des RKI.

Nachgewiesen infizierte Personen aus dem Ankunftsprozess werden in einem separaten, getrennten Bereich des Quarantänekomplexes untergebracht.

Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus werden die Betroffenen umfassend über die durchzuführende Quarantäne, die Dauer, die Versorgung sowie die medizinische und sozialarbeiterische Betreuung informiert.

Zusätzlich erhalten alle positiv getesteten Personen eine Notfall-Nummer, die im jeweiligen Handy als Kurzwahl einprogrammiert wird.

Infizierte Personen erhalten ihre Mahlzeiten auf einem Essenstablett, das vor der Zimmertür abgestellt wird.

Um die Kommunikation der Bewohnenden mit dem Sicherheitsdienst zu ermöglichen, erhalten sie FFP-2 Masken und Handschuhe, welche bei den Kontakten mit dem Sicherheitsdienst zu tragen sind. Es wird auf entsprechende Abstände geachtet, Körperkontakt wird vermieden.

Grundsätzlich erfolgt zusätzlich zweimal am Tag die Kontrolle durch medizinisches Fachpersonal in persönlicher Schutzausrüstung, um eventuelle Probleme der Untergebrachten frühzeitig erkennen zu können. Außerdem können Personen mit Behandlungsbedarf die Infektionssprechstunde von Montag bis Freitag nutzen.

Am Wochenende erfolgt diese Visite bedarfsgerecht.

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