Hessische Erstaufnahme von Flüchtlingen

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Hessische Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge
Das Ankunftszentrum Gießen

Hessenweit zuständig für die Organisation und Steuerung der Erstaufnahme von Flüchtlingen ist die im November 2016 errichtete Abteilung VII des Regierungspräsidiums (RP) Gießen. Mit Unterstützung externer Dienstleister wird von der Abteilung ein großes Aufgabenspektrum abgedeckt. Hierzu gehören in erster Linie die Registrierung und erkennungsdienstliche Behandlung der ankommenden Flüchtlinge, die ärztliche Erstuntersuchung, die Sicherstellung von Unterkunft und Verpflegung, eine medizinische Versorgung bei akuten Notfällen, die Begleitung bei Behördengängen (Stellung des Asylantrages beim BAMF), Kinderbetreuung, eine intensive Beratung und sensible Betreuung in Einzelfällen sowie erste integrative Maßnahmen wie zum Beispiel Sprach- und Wertevermittlung, Alltagsbewältigungsschulung, Verkehrserziehung, Sportangebote.

Aktive und passive Standorte -Reduzierung auf der Grundlage des bewährten flexiblen Standortorganisationskonzeptes

In den vergangenen Monaten haben sich die Zugangszahlen weiter auf niedrigem Niveau verstetigt. Die Zahl der aktiven Standorte wird daher von acht auf fünf reduziert. Im Detail bedeutet dies, dass Standorte in Gießen, Meisenbornweg, und Darmstadt, Michaelisstraße, aufgegeben werden. Der Standort Hanau, Sportsfield Housing, wird passiv gestellt. Das führt zu einer Reduzierung der Gesamtkapazität des Erstaufnahmebereichs von derzeit 9.440 Plätzen auf dann 6.480 Plätze. Darüber hinaus werden zwei weitere momentan passiv gestellte Liegenschaften, Fuldatal-Rothwesten und Bad Arolsen mit insgesamt 1.450 Plätzen nun vollständig aufgegeben.

Das Land Hessen verfügt nach der Umsetzung über fünf aktive und drei passiv gestellte Standorte der Erstaufnahme mit insgesamt 6.480 Plätzen (aktive Standorte), deren Unterhalt und Betrieb vom RP Gießen sichergestellt wird. Die drei passiv gestellten Liegenschaften, mit einer Kapazität von 2.590 Plätzen, können im Falle eines erneuten Anstiegs der Flüchtlingszahlen kurzfristig reaktiviert und zum Einsatz gebracht werden.

Die Fachaufsicht über die Abteilung VII wird vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration wahrgenommen.

Verteilung und örtliche Zuweisung

Die Verteilung und örtliche Zuweisung Geflüchteter nach dem Landesaufnahmegesetz erfolgt in Hessen durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Die weitere Aufnahme, Unterbringung und Betreuung in den Kommunen und Kreisen regeln die Gebietskörperschaften in eigener Zuständigkeit. Die Regierungspräsidien sind in diesem Zusammenhang als Fachaufsichtsbehörden über die Landkreise und die kreisfreien Städte ihres jeweiligen Regierungsbezirks verantwortlich.

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