Corona-Informationen bei Elterngeld

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Virus

Im BEEG wurden vorübergehende Änderungen vorgenommen, damit Eltern in der aktuellen Situation keine Nachteile beim Elterngeld hinnehmen müssen.

Bestimmte Änderungen sind jedoch nur möglich, wenn Ihre Erwerbstätigkeit systemrelevant ist. Bitte überprüfen Sie unter „systemrelevante Tätigkeiten", ob Sie zu diesem Personenkreis gehören und belegen dies zwingend durch einen Nachweis Ihres Arbeitgebers. Selbständige geben hierzu eine schriftliche Erklärung ab.

Elterngeldbezug hat bereits begonnen, steht bevor oder ist geplant
Sie üben eine systemrelevante Tätigkeit aus, können jedoch Ihre geplante Arbeitszeitreduzierung nicht realisieren und Ihr Elterngeldbezug erfolgt in der Zeit vom 01.03. - 31.12.2020 bzw. ist in diesem Zeitraum geplant oder bereits bewilligt.

Dann können Sie auf Antrag Ihre Elterngeldmonate aufschieben. Die aufgeschobenen Elterngeldmonate müssen bis 30.06.2021, das Lebensmonatsprinzip gilt nach wie vor, angetreten werden, ansonsten besteht kein Anspruch mehr. Lücken im Elterngeldbezug sind bis dahin unschädlich.

Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kann auch Basiselterngeld nach dem 14. Lebensmonat Ihres Kindes bezogen werden.

Bezug von Entgeltersatzleistungen (speziell Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld I) während des Elterngeldbezugs
Wenn Sie in der Zeit vom 01.03. - 31.12.2020 anstatt Ihres Erwerbseinkommens im Elterngeldbezugszeitraum Corona bedingt Entgeltersatzleistungen (Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld I) beziehen, wirken sich diese nicht auf die Höhe Ihres Elterngeldanspruches aus, da die Anrechnung Ihres bisher berücksichtigten Teilzeiteinkommens unverändert bleibt.

Partnerschaftsbonusmonate
Wenn der Bezug der Partnerschaftsbonusmonate bereits begonnen hat, können diese von beiden Eltern ausnahmslos nicht mehr verschoben werden. Es entstehen Ihnen hinsichtlich Ihres Elterngeldanspruches jedoch keinerlei Nachteile, falls sich die Höhe Ihres Einkommens und/oder die Stundenanzahl Ihrer Arbeitszeit ändert. Für Ihren Elterngeldanspruch wird weiterhin von Ihren im ursprünglichen Antrag gemachten Angaben ausgegangen.

Der Partnerschaftsbonus wird somit in der Höhe gezahlt, die Ihnen im vorläufigen Bewilligungsbescheid mitgeteilt wurde.

Wenn Sie die Partnerschaftsbonusmonate beantragt, jedoch noch nicht begonnen haben, können Sie diese bei Vorliegen folgender Voraussetzungen verschieben:

Mindestens ein Elternteil übt eine systemrelevante Tätigkeit aus und der Bezugszeitraum der vier aufeinanderfolgenden Partnerschaftsbonusmonate fällt ganz oder teilweise in die Zeit vom 01.03. - 31.12.2020.
Die aufgeschobenen Partnerschaftsbonusmonate müssen von beiden Elternteilen parallel in vier aufeinanderfolgenden Monaten bis 30.06.2021 angetreten werden; ansonsten verfällt der Anspruch. Lücken im Elterngeldbezug vor Beginn der Partnerschaftsbonusmonate sind bis zu diesem Zeitpunkt unschädlich.

Wenn Sie Ihre Partnerschaftsbonusmonate nicht verschieben können oder möchten und Sie diese bis zum 27.05.2020 beantragt haben, entstehen Ihnen, auch wenn sich die Höhe Ihres Einkommens und/oder der Umfang Ihrer Arbeitszeit ändert, keine Nachteile bei der Höhe Ihres Elterngeldanspruches. Für diesen wird weiterhin von Ihren vormaligen Antragsangaben ausgegangen.

Der Partnerschaftsbonus wird somit ebenfalls in der Höhe gezahlt, die Ihnen im vorläufigen Bewilligungsbescheid mitgeteilt wurde.

Corona bedingter Einkommensverlust vor Geburt des Kindes, z.B. durch Bezug von Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I
Eltern, die aufgrund der Corona-Pandemie in der Zeit vom 01.03.- 31.12.2020 einen Einkommensverlust haben, können die davon betroffenen Monate ausklammern und durch unmittelbar in der Vergangenheit liegende Monate ersetzen. Entgeltersatzleistungen, wie z.B. Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I, können für die Elterngeldberechnung nicht als Einkommen herangezogen werden.

Bei Selbständigen oder Personen mit Mischeinkünften (nicht- und selbständige Erwerbstätigkeit) ist als Bemessungszeitraum für das Einkommen grundsätzlich das Kalenderjahr vor der Geburt heranzuziehen.
Für diesen Personenkreis führt ein Corona bedingter Einkommensverlust nur dann zu einer Verschiebung des maßgeblichen Kalenderjahres, wenn er vom 01.03. - 31.12.2020 eingetreten ist und ein entsprechender Antrag kann daher erst für Geburten ab 01.01.2021 gestellt werden.

Sofern ein oder mehrere der v. g. Sachverhalte auf Sie zutreffen und Sie einen Änderungsantrag stellen möchten, finden Sie nachfolgend die dazu notwendigen Formulare zum Download.

Bitte füllen Sie diese vollständig aus, fügen die entsprechenden Unterlagen (Nachweis des Arbeitgebers über systemrelevante Tätigkeit, entsprechende Erklärung bei Selbständigen, Bescheid über Entgeltersatzleistungen usw.) bei und übersenden diese an Ihre zuständige Elterngeldstelle.

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