Genehmigung von Krankenhausentgelten

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Eine Doktorin behandelt ein Mädchen mit einem Teddy im Arm
Krankenhausentgelte

Für die Patienten und Angehörigen ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus oft mit Ängsten und dem Wunsch auf schnelle Genesung verbunden. Doch kaum jemand kennt das komplizierte finanzielle rechtliche Geflecht hinter der eigentlichen Krankenhausversorgung.

Ab dem Jahr 2004 werden Leistungen nicht mehr pro Tag sondern pro Behandlungsfall mit einer Pauschale abgerechnet.

In einem Fallpauschalensystem hat jede Krankheit einen eigenen Faktor (bundeseinheitliche Bewertungsrelation/BWR), der sich aus den durchschnittlichen Personal- und Sachkosten für die jeweilige Behandlung zusammensetzt. Diese Bewertungsrelation wird mit dem jeweilig geltenden landesweiten Basisfallwert (LBFW) multipliziert. Das Ergebnis ist die Fallpauschale, also der Preis der Behandlung.

Was kostet beispielsweise eine Blinddarmoperation im Jahr 2017? Blinddarm-OP = Fallpauschale G23C , BWR= 0,873*3.352,50€ (LBFW) = 2.806,04 €

Zuständig für die hessenweite Genehmigtung vereinbarter oder festgesetzter Entgelte gem. Krankenhausfinanzierungs- und Krankenhausentgeltgesetz ist gem. 21 Nr. 2 der hessischen Krankenhausverordnung das Regierungspräsidium Gießen.

Das Dezernat 62 genehmigt - auf Grundlage des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG)- für ca. 115 Krankenhäuser ein jährliches Budgetvolumen i.H. von ca. 5,0 Mio Euro. Die 20 psychiatrischen Krankenhäuser in Hessen vereinbaren krankenhausindividuelle Budgets gem. der Bundesspflegesatzverordnung (BPflV). Auf diese Weise wird in Hessen der Anspruch der Bevölkerung auf eine flächendeckende Krankenhausversorgung auf hohem Niveau erfüllt. Die Grundlage dieser Versorgung bilden Budget- und Entgeltvereinbarungen, welche jährlich zwischen den Krankenkassen und den Krankenhäusern verhandelt und vereinbart werden. In diesen Budgetvereinbarungen wird die Leistungsvergütung für das einzelne Krankenhaus festgelegt.In einem umfangreichen Genehmigungsverfahren werden diese vereinbarten Budget- und Entgeltvereinbarungen geprüft und, wenn diese den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen entsprechen, genehmigt. Darüber hinaus wird die Genehmigung für eine Vielzahl von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, bundeseinheitlichen Zusatzentgelten, krankenhausindividuellen Entgelten udn Ausbildungtsbudgets erteilt.

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