Genehmigung von Krankenhausentgelten

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Eine Doktorin behandelt ein Mädchen mit einem Teddy im Arm
Krankenhausentgelte

Für die Patienten und Angehörigen ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus oft mit Ängsten und dem Wunsch auf schnelle Genesung verbunden. Doch kaum jemand kennt das komplizierte finanzielle rechtliche Geflecht hinter der eigentlichen Krankenhausversorgung.

 

Bis zum Jahr 2003 erhielten die Krankenhäuser ihre Leistungserbringung pro Behandlungstag- unabhängig vom Behandlungsaufwand- von den Krankenkassen vergütet. Ab dem Jahr 2004 werden die Leistungen nicht mehr pro Tag sondern pro Behandlungsfall mit einer Pauschale abgerechnet.

 

In diesem Fallpauschalensystem hat jede Krankheit einen eigenen Faktor (bundeseinheitliche Bewertungsrelation / BWR), der sich aus den durchschnittlichen Personal- und Sachkosten für die jeweilige Behandlung zusammensetzt. Diese Bewertungsrelation wird mit dem jeweilig geltenden landesweiten Basisfallwert (LBFW) multipliziert. Das Ergebnis ist die Fallpauschale, also der Preis der Behandlung.

 

Zuständig für die hessenweite Genehmigung vereinbarter oder festgesetzter Entgelte gem. Krankenhausfinanzierungs- und Krankenhausentgeltgesetz ist gem. § 21 Nr. 2 der hessischen Krankenhausverordnung das Regierungspräsidium Gießen.

 

Das Dezernat 62 genehmigt jährlich ein Budgetvolumen i. H. von ca. 4,5 Milliarden Euro für ca. 150 Krankenhäuser in Hessen.

 

Auf diese Weise wird in Hessen der Anspruch der Bevölkerung auf eine flächendeckende Krankenhausversorgung auf hohem Niveau erfüllt.

 

Die Grundlage dieser Versorgung bilden Budget- und Entgeltvereinbarungen, welche jährlich auf der Basis des Krankenhausfinanzierungsgesetzes, des Krankenhausentgeltgesetzes und der Bundespflegesatzverordnung zwischen den Krankenkassen und den Krankenhäusern verhandelt und vereinbart werden. In diesen Budgetvereinbarungen werden die Personal- und Sachkosten sowie verschiedene Ausgleichszahlungen (Erlösausgleiche) für vorangegangene Jahre berücksichtigt und die Leistungsvergütung für das einzelne Krankenhaus festgelegt.

 

In einem umfangreichen Genehmigungsverfahren werden die vereinbarten Budget- und Entgeltvereinbarungen geprüft und, wenn diese den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen entsprechen, genehmigt.

 

Was kostet z.B. eine Blinddarm- OP?

 

Z.B. im Jahr 2015: Blinddarm OP = Fallpauschale G23C
 

Preisberechnung

 

BWR = 0,802 *3.176,96 € (LBFW) = 2.547,92 €

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