Genehmigung von Krankenhausentgelten

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Eine Doktorin behandelt ein Mädchen mit einem Teddy im Arm
Krankenhausentgelte

Für die Patienten und Angehörigen ist der Aufenthalt in einem Krankenhaus oft mit vielen Ängsten und dem Wunsch auf schnelle Genesung verbunden. Doch kaum jemand kennt das komplizierte finanzielle rechtliche Geflecht hinter der eigentlichen Krankenhausversorgung.

Ab dem Jahr 2004 werden die von den Krankenhäusern erbrachten Leistungen pro Behandlungsfall mit einer Fallpauschale abgerechnet. In einem Fallpauschalensystem ergibt sich der Preis der Behandlung indem die bundeseinheitliche Bewertungsrelation / BWR - als Faktor für jede Krankheit - mit dem jeweilig geltenden landesweiten Basisfallwert (LBFW) multipliziert wird. 

So kostet beispielsweise eine Geburt im Krankenhaus ohne Komplikationen ab dem 01. Februar 2020 in Hessen etwa 1.816 €.

Hierbei wird die Bewertungsrelation von 0,494 Punkten mit dem neuen Landesbasisfallwert von etwas mehr als 3.676€ multipliziert. Zusätzlich erhalten die Krankenhäuser seit diesem Jahr ein separates Entgelt für die Pflegeleistungen pro Tag.

Zuständig für die hessenweite Genehmigung vereinbarter oder festgesetzter Entgelte gem. Krankenhausfinanzierungs- und Krankenhausentgeltgesetz sowie der Bundespflegesatzverordnung ist gem. § 21 Nr. 2 der hessischen Krankenhausverordnung das Regierungspräsidium Gießen.

Das Dezernat 62 genehmigt auf den o. g. Grundlagen für ca. 135 hessische Krankenhäuser ein jährliches Budgetvolumen - seit diesem Jahr ohne Pflegepersonalkosten - in Höhe von ca. 4,3 Milliarden Euro. Auf diese Weise wird in Hessen der Anspruch der Bevölkerung auf eine flächendeckende Krankenhausversorgung auf hohem Niveau erfüllt. Die Grundlage dieser Versorgung bilden Budget- und Entgeltvereinbarungen, welche jährlich zwischen den Krankenkassen und den Krankenhäusern verhandelt und vereinbart werden. In diesen Budgetvereinbarungen werden die Personal- und Sachkosten sowie verschiedene Ausgleichszahlungen (Erlösausgleiche) für vorangegangene Jahre berücksichtigt und die Leistungsvergütung für die einzelnen Krankenhäuser festgelegt.

 In einem umfangreichen Genehmigungsverfahren werden diese vereinbarten Budget- und Entgeltvereinbarungen geprüft und, wenn diese den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen entsprechen, genehmigt. Darüber hinaus wird die Genehmigung für eine Vielzahl von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, bundeseinheitlichen Zusatzentgelten, krankenhausindividuellen Entgelten und für Ausbildungsbudgets erteilt.

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