Psychotherapie

Definition: Unter der Ausübung von Psychotherapie ist jede mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, zu verstehen.

Die Abteilung II des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamtes im Gesundheitswesen (HLPUG) betreut die Ausbildungsteilnehmer/innen der in Hessen staatlich anerkannten Ausbildungsstätten für Psychologische Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in allen Fragen zur Zulassung zur Staatlichen Prüfung, deren Durchführung sowie über die Anrechnung von Ausbildungsleistungen.

Eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Staatlichen Prüfung ist, dass dieZugangsvoraussetzungen zur Ausbildung erfüllt sind.

Dem HLPUG obliegt darüber hinaus die Aufsicht über die für die Durchführung der Psychotherapieausbildungen staatlich anerkannten Ausbildungsstätten.

Des Weiteren wird durch das HLPUG die zur Ausübung des Psychotherapeutenberufes notwendigeApprobation als Psychologische Psychotherapeutin/ Psychologischer Psychotherapeut oder als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/ Kinder- und Jugendpsychotherapeut oder einer Erlaubnis zur Ausübung des Psychotherapeutenberufes erteilt.

Das HLPUG ist ebenfalls Ansprechpartner für die Berufszulassung von Psychotherapeuten mit ausländischer Ausbildung.

Weitere dem HLPUG obliegende Maßnahmen sind die Anordnung des Ruhens, des Widerrufs und der Rücknahme von erteilten Approbationen und Erlaubnissen.

Rechtsgrundlagen für die Ausbildung, die staatlichen Prüfungen und die Berufsausübung sind das PsychThG, die PsychTh-APrV - und die KJPsychTh-APrV.

Die Ausbildungen zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten umfassen nach der PsychTh-APrV und der KJPsychTh-APrV mindestens 4200 Stunden und bestehen aus

  • einer praktischen Tätigkeit,

  • einer theoretischen Ausbildung,

  • einer praktischen Ausbildung mit Krankenbehandlung unter Supervision sowie

  • einer Selbsterfahrung zum Zwecke der Reflexion eigenen therapeutischen Handelns

und schließen mit Bestehen der Staatlichen Prüfung, untergliedert in einen schriftlichen Teil und einen mündlichen Teil, ab.

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