Stiftung "Anerkennung und Hilfe"

Die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ ist für Menschen gedacht, die als Kinder oder Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe oder in einer stationären psychiatrischen Einrichtung untergebracht waren und dort Leid und Unrecht erfahren haben.

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Stiftung Anerkennung und Hilfe
Stiftung Anerkennung und Hilfe

In der Vergangenheit kam es in einigen stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie zu Leid und Unrecht. Viele Menschen, die als Kinder oder Jugendliche dort lebten, leiden noch heute an den Folgen ungerechtfertigter Zwangsmaßnahmen, Strafen, Demütigungen oder unter finanziellen Einbußen, da sie in den Einrichtungen gearbeitet haben, ohne dass dafür in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Um diese Menschen zu unterstützen, rufen der Bund, die Länder und die Kirchen gemeinsam zum 01.01.2017 die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" ins Leben.

Als Anerkennungs- und Unterstützungeleistung erhalten Betroffene eine einmalige personenbezogene Geldpauschale in Höhe von 9.000 Euro, die sie selbstbestimmt verwenden können.

Sofern Betroffene sozialversicherungspflichtig in einer Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie gearbeitet haben, ohne dass dafür Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden, können diese unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige Rentenersatzleistung erhalten, die bei einer Arbeit von zwei Jahren 3.000 Euro und bei einer Arbeit von mehr als zwei Jahren  5.000 Euro beträgt.

Für das Land Hessen wurde eine qualifizierte Anlauf- und Beratungsstelle beim Regierungspräsidium Gießen eingerichtet. Die Beraterinnen und Berater unterstützen Sie persönlich bei der Aufarbeitung der Erlebnisse und der Anmeldung zu Stiftung.

Regierungspräsidium Gießen
Abteilung VI-Dezernat 61-
Postfach 100851
35338 Gießen

Besuche bitte nur nach vorheriger Anmeldung!!!

Die Laufzeit der Stiftung beginnt am 01.01.2017 und endet am 31.12.2021. Betroffene müssen sich allerdings bei der zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle ab Errichtung der Stiftung ab 01.01.2017 innerhalb von drei Jahren, somit bis zum 31.12.2019 schriftlich anmelden.

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