Schutz und Nutzung des Grundwassers

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Aus Wasserhahn läuft Wasser in zwei Händer
Grundwasserschutz

Der Schutz des Grundwassers ist eine wichtige Aufgabe des Regierungspräsidiums.
Die Anforderungen an den Schutz des Grundwassers wandeln sich stetig. Deshalb erfordert die Arbeit des Fachdezernates Grundwasserschutz / Wasserversorgung stets die Berücksichtigung aller Gesichtspunkte, die die Regeneration, eine umweltverträgliche Förderung von Grundwasser und die Bereitstellung von Trinkwasser beeinflussen.
Von dieser Zielsetzung ist die Erteilung und die Überwachung der Genehmigungen, den sog. Wasserrechten, für die Zutageförderung von Grundwasser betroffen. Die Wasserentnahme hat umweltverträglich zu erfolgen. In diesem Zusammenhang betreuen wir derzeit ca. 800 Gewinnungsanlagen mit ihren zugehörigen Wasserrechten. Mehr …


Alltagstipp
Jeder kann durch bewussten Umgang und sparsamen Gebrauch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Grundwassers, insbesondere in niederschlagsarmen Zeiten, leisten. Die von unserer Behörde jährlich aufgestellte Wasserbilanz zeigt auch den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch Ihrer Stadt bzw. Ihrer Gemeinde. Die Wasserbilanz ist am Ende dieses Artikels unter „Downloads“ abrufbar.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Aufgaben ist die Festsetzung von Wasserschutzgebieten. Durch die Ausweisung ausreichend großer Wasserschutzgebiete sollen die Bewirtschafter und Nutzer der darin liegenden Flächen zu einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Verhaltensweise angehalten werden.

Sicherlich haben Sie dieses Hinweisschild schon einmal gesehen:
 

Wasserschutzgebiet

Mit solchen Schildern werden Wasserschutzgebiete gekennzeichnet. Hier sind bestimmte Handlungen oder Anlagen, von denen eine Gefährdung für das Grundwasser ausgehen kann, verboten oder nur beschränkt zugelassen.
In Mittelhessen sind bisher rund 500 Wasserschutzgebiete mit einer Fläche von ca. 1.900 km² festgesetzt. Das sind etwa 35 % der Fläche des Regierungsbezirks.
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Was sind die zukünftigen Herausforderungen und die Ziele zum Erhalt des Lebensmittels Nummer 1?
Die Bildung des Grundwassers vollzieht sich sehr langfristig. Viele Schadstoffe können einmal in den Boden gelangt nach Jahren oder Jahrzehnten über das Grundwasser wieder zurück in unser Trinkwasser gelangen. Deshalb unterliegt der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen besonderen Sicherungsmaßnahmen oder einem vollständigen Verbot. Unsere weitere Herausforderung ist die Minimierung der Einträge von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Mikroschadstoffen, Spurenstoffen und Arzneimittelrückständen in das Grundwasser. Die negativen Alternativen zur Vorsorge wären teure Aufbereitungen oder sogar die Aufgabe von Trinkwassergewinnungsanlagen.

Dem Leitgedanken des vorsorgenden Grundwasserschutzes tragen wir auch durch Mitwirkung in Raumordnungsverfahren, in Bauleitplanungen sowie in anderen Genehmigungsverfahren Rechnung.

Einen sehr umfassenden Ansatz hinsichtlich des Schutzes und der Nutzung der Gewässer verfolgt die EG-Wasserrahmenrichtlinie. Wir setzen die EG-Wasserrahmenrichtlinie im Bereich Grundwasserschutz durch die Aufstellung des Bewirtschaftungsplanes und der Festlegung konkreter Maßnahmenprogramme um. Deren Fortschreibung und Kontrolle erfolgt regelmäßig.

Die Kernaufgaben unseres Dezernates Grundwasserschutz, Wasserversorgung sind:

  • Zulassung von Grundwasserentnahmen
  • Festsetzung von Wasser- und Heilquellenschutzgebieten
  • Genehmigung und Betreuung von Kooperationen Wasserwirtschaft - Landwirtschaft
  • Umsetzung von Maßnahmen aufgrund der EG-Wasserrahmenrichtlinie
  • Mitwirkung in Verfahren der Raumordnung, Bauleitplanung und anderen öffentlichen Verwaltungsverfahren
  • Führen des Wasserbuches

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