Vorerst keine Erlaubnisse

Beim Magnetangeln handelt es sich um die Suche nach ferromagnetischen Gegenständen in Gewässern. Dabei wird ein Magnet meist an einer Schnur oder an einem Seil befestigt und wiederholt ins Wasser geworfen und durch das Wasser gezogen. Magnetische Gegenstände können an dem Magneten haften und so aus dem Gewässer herausgeholt werden.

Das Magnetangeln fällt nicht unter den zulassungsfreien Gemeingebrauch von Gewässern und ist im Übrigen auch nicht vergleichbar mit der konventionellen Fischerei oder dem nicht-motorisierten Wassersport wie Schwimmen oder Tretbootfahren. Das Magnetangeln stellt vielmehr eine zulassungspflichtige Benutzung des Gewässers dar und bedarf deshalb einer wasserrechtlichen Erlaubnis, für die in Mittelhessen die Obere Wasserbehörde beim Regierungspräsidium Gießen zuständig ist.

Das Herausziehen von metallischen Gegenständen birgt grundsätzlich die Gefahr, dass es sich bei ihnen um „scharfe“ Munition und Sprengmittel handelt. Diese stammen häufig noch aus dem Zweiten Weltkrieg und können auch nach all den Jahren noch detonieren und zu erheblichen Schäden an Sachen bzw. an Leib und Leben der in der Nähe befindlichen Personen führen.

Der Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen rät deshalb dringend, von einer Erlaubniserteilung bis auf Weiteres abzusehen. Es ist allgemein in der gesamten Bundesrepublik mit Munition in Gewässern zu rechnen. Auch in bereits untersuchten Bereichen muss mit Kampfmitteln gerechnet werden, da diese strömungsbedingt in den Gewässern weiter transportiert werden können.

Aus diesem Grund werden Erlaubnisse zum Magnetangeln vom Regierungspräsidium Gießen bis auf Weiteres nicht erteilt.

Es wird darauf hingewiesen, dass Magnetangeln ohne die erforderliche Erlaubnis eine Ordnungswidrigkeit ist, die mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

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