Bachlauf im Wald
Zustand der Flüsse, Bäche, Seen

Die mittelhessische Region ist reich an oberirdischen Gewässern, zu denen Fließgewässer wie Flüsse und Bäche, aber auch stehende Gewässer wie natürliche Tümpel und Seen gehören. Diese Gewässer bilden einen wesentlichen Bestandteil der Landschaft und erfüllen wichtige Aufgaben für Mensch und Umwelt. Sie in ihrer Art und vielfältigen Funktion zu schützen und zu erhalten, ist eine der Hauptaufgaben dieses Fachdezernates.

 

Fließgewässer dienen nicht nur einfach als „Vorfluter“ die Niederschläge abführen oder Abläufe von Abwasserreinigungsanlagen aufnehmen, sondern bilden auch den Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Diese Aufgaben können sie allerdings nur erfüllen, wenn sie sich in einem naturnahen Zustand befinden oder andernfalls in diesen zurückgeführt werden.

 

Das Regierungspräsidium setzt sich unterstützt durch das Förderprogramm "Naturnahe Gewässer" dafür ein, dass die Anliegergemeinden als Gewässereigentümer und Unterhaltungsverbände die notwendigen Schritte zur Entwicklung naturnaher Gewässer unternehmen.

 

Eine Hilfe zur Bewertung des morphologischen Zustandes der hiesigen Fließgewässer bietet die vom Land Hessen erstellte Gewässerstrukturgütekartierung. Auf Basis von flussgebietsbezogenen Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen sollen bis Ende 2015 alle oberirdischen Gewässer einen „guten chemischen und ökologischen Zustand“ erreichen. Bei der Aufstellung der erforderlichen Pläne sind die Regierungspräsidien stark eingebunden.

Themen
Der gute ökologische Zustand
In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich die Wasserqualität durch den Bau von Kläranlagen wesentlich verbessert. Die ursprüngliche Belastung durch organische Substanz dominiert zwar nicht mehr den Gütezustand, ist aber ein wichtiger Teilaspekt neben anderen Belastungsquellen wie z.B. Nährstoffeinträgen, strukturellen Mängeln oder hydraulischer Belastung infolge von Niederschlagswassereinleitungen.
Maßnahmen zum Erreichen eines naturnahen Gewässerzustandes
Die Frage nach der natürlichen und naturraumtypischen Gewässerstruktur und -gestalt sowie dem hohen ökologischen Wert naturnaher Gewässerzustände ist seit Ende der achtziger Jahre Bestandteil der Planungsphase bei Gewässerrenaturierungs- und sonstigen Gewässerausbaumaßnahmen sowie bei Gewässerunterhaltungsarbeiten.
Das hessische Förderprogramm "Naturnahe Gewässer"
Im Rahmen des Landesprogramms „Naturnahe Gewässer“ fördert das Land Hessen seit 1984/85 den naturnahen Rückbau (Renaturierung) technisch ausgebauter Gewässer und den Ankauf von Ufergrundstücken zur Ausweisung von Uferrandstreifen sowie für notwendigen Flächenbedarf bei Renaturierungsvorhaben.
Zusammenarbeit benachbarter Gewässerunterhaltungspflichtiger
Der Deutsche Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau (DVWK) e.V. hat im Auftrag der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz u .a. die Aufgabe übernommen, im Rahmen von regionalen Gewässernachbarschaften die unterhaltungspflichtigen Kommunen der kleinen und mittelgroßen Fließgewässer in der ökologischen Gewässerpflege zu schulen.
Wie ist es um die Strukturgüte unserer Flüsse bestellt?
Die Gewässerstrukturgütequalität beschreibt den Grad der Naturnähe eines Fließgewässers, der sechs Hauptparameter zugeordnet werden...

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