Hessisches Fischereigesetz

Das Hessische Fischereigesetz regelt die Fischerei und Fischhaltung in allen ständig oder zeitweilig oberirdisch fließenden oder stehenden Gewässern. Künstlich angelegte, ablassbare oder ständig abgesperrte Fischteiche und Fischbehälter unterliegen ebenfalls dieser Rechtsvorschrift. Es definiert und regelt die Fischereirechte an diesen Gewässern und die sich daraus ergebenden Befugnisse und Pflichten. Außerdem werden die Voraussetzungen bestimmt, die eine Person erfüllen muß, damit sie den Fischfang ausüben darf. Auch Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und der darin enthaltenen Tiere und Pflanzen sind im Fischereigesetz festgelegt.

 

Es ist eingebettet in die europäische Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (NATURA 2000) und die Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik (Wasserrahmenrichtlinie). Schutz, Erhaltung und Fortentwicklung der im Wasser lebenden Tier- und Pflanzenwelt sind ein zentrales Anliegen des Fischereigesetzes.

 

Das Fischereigesetz ist verpflichtende Grundlage für jede Person oder Institution der Angelfischerei und der Berufsfischerei, die in Hessen die Fischerei ausüben will. Verschiedene Verordnungen geben zu bestimmten Bereichen detaillierte Regelungen vor. Die Verordnung über die gute fachliche Praxis in der Fischerei und den Schutz der Fische setzt z. B. Fangverbote, Schonzeiten und Mindestmaße, Mindestanforderungen an die Fischereivorrichtungen und Fanggeräte sowie Voraussetzungen für Elektrobefischung und Besatzmaßnahmen fest.

 

Weitere Verordnungen regeln z. B. das gemeinschaftliche Fischen, die Fischereiaufsicht, die Fischerprüfung und die Fischereiabgabe konkreter.

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