Förderung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

Ziele der Förderung:

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie Erhöhung der Wertschöpfung dieser Erzeugnisse. Mit der Förderung wird ein Beitrag zur Absatzsicherung oder zur Schaffung von Erlösvorteilen für die landwirtschaftlichen Erzeuger/Produzenten geschaffen. Die Förderung zielt zudem darauf ab, die Gründung und das Tätigwerden von Erzeugerzusammenschlüssen zu unterstützen. In Hessen geförderte Unternehmen sollen sich an einem System aus dem Bereich der anerkannten Lebensmittelqualitätsregelungen beteiligen oder ernsthaft beabsichtigen sich zu beteiligen. Hierzu werden insbesondere gezählt :

  • Bioprodukte,
  • Produkte mit geographischen Herkunftsangaben und Ursprungsbezeichnungen,
  • Qualitätsmarke „Geprüfte Qualität – HESSEN“

bei Wein:

  • DLG,
  • Ecostep,
  • QbA (Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete)

Zuwendungsempfänger

  • Anerkannte Erzeugerzusammenschlüsse und -organisationen und deren Vereinigungen .
  • Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, deren Tätigkeit sich nicht gleichzeitig auf deren Produktion erstreckt.

Gegenstand und Höhe der Förderung

  • Investitionen, die der Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, marktgerechten Aufbereitung, Verpackung, Etikettierung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse dienen. Architekten- und Ingenieurleistungen, Kosten für Beratung und Vorplanung.
    Förderhöhe: 10 bis 35% der förderfähigen Kosten, je nach Art und Größe des Unternehmens und Vorhabens. In speziellen Einzelfällen sind auch höhere Fördersätze möglich.

  • Organisationskosten, die für die Gründung und das Tätigwerden von Erzeugergemeinschaften und Erzeugerzusammenschlüssen entstehen.
    Die Zuschüsse können im 1. und 2. Förderjahr bis zu 60 % der förderfähigen Ausgaben,
    im 3. Jahr 50 %,
    im 4. Jahr bis 40 % und
    im 5. Jahr bis zu 20 % betragen.

Wichtige Fördervoraussetzungen bei Investitionsvorhaben

Antragsberechtigt sind Unternehmen,

  • die weniger als 750 Personen beschäftigen oder einen Jahresumsatz von weniger als 200 Mio. Euro erzielen.
  • wenn sie über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 40% ihrer Aufnahmekapazität für förderfähige Erzeugnisse durch Lieferverträge mit Erzeugerzusammenschlüssen oder einzelnen Erzeugern auslasten.
  • Wirtschaftlichkeit und betriebswirtschaftliche Rentabilität des Unternehmens müssen gesichert sein.
  • Absatzmöglichkeiten sind nachzuweisen.

Geförderte Objekte unterliegen einer Zweckbindungsfrist von 5 Jahren für technische und 12 Jahren für bauliche Investitionen.

Antragstellung
Die Anträge sind vor Beginn der zu fördernden Investitionen einzureichen beim:

Regierungspräsidium Gießen
Dezernat 51.1 – Landwirtschaft, Marktstruktur
Schanzenfeldstraße 8
35578 Wetzlar

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