Förderung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Investitionsförderung)

Ziele der Förderung
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung (V&V) landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie Erhöhung der Wertschöpfung dieser Erzeugnisse, um auf diese Weise zur Absatzsicherung oder zur Schaffung von Erlösvorteilen für die landwirtschaftlichen Erzeuger beizutragen. 
  • Auf- und Ausbau von regionalen Wertschöpfungsketten.
  • Verbesserung von Produkt- und Prozessqualitäten, auch durch Innovationen.
  • Beitrag zum Umweltschutz durch Verbesserung der Effizienz beim Ressourceneinsatz.
Zuwendungsempfänger
  • Unternehmen der V&V landwirtschaftlicher Erzeugnisse, deren Tätigkeit sich nicht gleichzeitig auf die Primärproduktion erstreckt.
  • Nach Agrarmarktstrukturrecht anerkannte Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen .
  • Unternehmen der V&V sowie anerkannte Erzeugerorganisationen i.V. mit Kooperationen oder Operationellen Gruppen, soweit sie nach der hessischen Richtlinie "Innovation und Zusammenarbeit" (IZ) gefördert werden.

Zum Kreis der potentiellen Antragsteller gehören z.B. Landhandelsunternehmen, Mühlen, Bäckereien, Metzgereien, Schlacht- und Zerlegebetriebe, Molkereien, Obst- und Gemüseverarbeiter, Keltereien, Winzergenossenschaften.

Förderfähige Maßnahmen
  • Investitionen, die der Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, marktgerechten Aufbereitung, Verpackung, Etikettierung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse dienen.
  • Neu- und Ausbau von Kapazitäten einschl. technischer Einrichtungen, innerbetriebliche Rationalisierung durch Umbau und/oder Modernisierung.
  • Allgemeine Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit dem Vorhaben stehen (z.B. Architektenleistungen, Baugenehmigung, Beratung).
Fördervoraussetzungen
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die weniger als 750 Personen beschäftigen oder einen Jahresumsatz von weniger als 200 Mio. Euro erzielen.
  • Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 50.000 €.
  • Das Vorhaben muss in Hessen stattfinden und einen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten.
  • Mind. 40% der geförderten Verarbeitungskapazität ist für die Dauer für mind. 5 Jahren durch Lieferverträge mit Erzeugerzusammenschlüssen oder einzelnen Erzeugern nachzuweisen.
  • Vorhaben, für die ein Förderantrag gestellt wird, dürfen grundsätzlich vor Bewilligung nicht begonnen sein. Die Planungsleistungen sind davon ausgenommen.
Höhe der Förderung

Die Förderung wird in Form von Zuschüssen zu den förderfähigen Investitionskosten gewährt. Sie ist in Abhängigkeit der Form, Größe und Ausrichtung des Unternehmens.
Detaillierte Angaben zu den möglichen Förderhöhen können Sie der entsprechenden "Übersicht Fördersätze" entnehmen.

Auswahlverfahren

Die Auswahl der zu bewilligenden Vorhaben und die Vergabe der Zuwendung erfolgt nach den vom ELER-Begleitausschuss beschlossenen Auswahlkriterien (s. Download -Dokument J).
Bei Auswahlterminen können nur die Anträge berücksichtigt werden, die vollständig sind und deren Förderfähigkeit durch die Bewilligungsstelle festgestellt wurde.

Auswahltermine in 2018:

  1.    15.03.2018
  2.    30.05.2018
  3.    07.09.2018
  4.    23.11.2018
Antragstellung

Regierungspräsidium Gießen
Dezernat 51.1 – Landwirtschaft, Marktstruktur
Schanzenfeldstraße 8
35578 Wetzlar

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