Aufsicht und Anordnungen

Der Umgang mit radioaktiven Stoffen, die Herstellung, die Lagerung, die Beförderung, sowie die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung unterliegen dann der staatlichen Aufsicht gem. § 19 AtG, wenn Anforderungen nach dem AtG oder der StrlSchV beachtet werden müssen.

 

Insbesondere haben die Aufsichtsbehörden darüber zu wachen, dass

  • die in einem Bescheid (z. B. Genehmigung gem. § 7 od. § 11(2) StrlSchV) festgelegten Bestimmungen in Form von Auflagen oder Beschränkungen eingehalten werden.

  • Die Beauftragten der Aufsichtsbehörde, auch Sachverständige sind befugt, alle Bereiche, in denen mit radioaktiven Stoffen umgegangen wird oder in denen Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung betrieben werden, jederzeit zu betreten. Sie dürfen dort alle Prüfungen vornehmen, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben für notwendig erachten. Sie sind berechtigt von den verantwortlichen oder den dort beschäftigten Personen die erforderlichen Auskünfte zu verlangen.

  • Die Aufsichtsbehörde kann anordnen, dass ein Zustand beseitigt wird, der den Vorschriften des AtG, der StrlSchV oder den Bestimmungen des Genehmigungsbescheids widerspricht. Sie kann gem. § 17 AtG nachträgliche Auflagen erteilen, sogar die Genehmigung widerrufen, wenn zu befürchten ist, dass durch die Wirkung ionisierender Strahlen Gefahren für Leben, Gesundheit oder Sachgüter eintreten können.

Sie kann insbesondere anordnen,

  1. dass und welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind,

  2. dass radioaktive Stoffe bei einer von ihr bestimmten Stelle aufbewahrt oder verwahrt werden,

  3. dass der Umgang mit radioaktiven Stoffen und der Betrieb von Anlagen vorübergehend oder dauerhaft eingestellt werden.

Auf die Befugnisse und Obliegenheiten der Aufsichtsbehörden finden die Vorschriften des § 139b der Gewerbeordnung entsprechende Anwendung.

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