Fachkunde

Voraussetzungen für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz (§ 47 StrlSchV) sind:

  1. eine geeignete Berufsausbildung (Nachweis durch Zeugnisses vom Berufsabschluss),
  2. ausreichende praktische Erfahrung, die zeitlich von der Berufsausbildung und der angestrebten Fachkunde abhängt (Nachweis durch ein Sachkundezeugnis, ausgestellt von einer Person mit der entsprechenden Fachkunde im Strahlenschutz) und
  3. die erfolgreiche Teilnahme am entsprechenden Strahlenschutzkurs, der von der zuständigen Stelle anerkannt sein muss (Nachweis durch die Teilnahmebescheinigung).

Mit der erfolgreichen Teilnahme am Kurs besitzt man noch keine Fachkunde im Strahlenschutz, denn der Kursbesuch ist nur eine Voraussetzung für den Erwerb der Fachkunde. Der Erwerb der Fachkunde wird von der zuständigen Stelle geprüft und bescheinigt. Die Kursteilnahme darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
Die zuständige Behörde erteilt die „Fachkunde im Strahlenschutz“ auf Antrag. Der formlose Antrag kann vom Arbeitgeber oder als Privatperson gestellt werden; die Bescheinigung ist gebührenpflichtig. In Hessen sind für die Erteilung der Fachkunde nach Strahlenschutzverordnung folgende Behörden zuständig:

  • für Personen der Humanmedizin: die Landesärztekammer,
  • für Personen im Zahnmedizinischen Bereich: die Landeszahnärztekammer,
  • für Personen im tiermedizinischen Bereich: die Landestierärztekammer,
  • für Medizin-Physik-Experten beim Betrieb von Röntgenanlagen: das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Ein Muster für den Antrag finden Sie im Downloadbereich.
  • für Naturwissenschaftler, Ingenieure, Lehrer, Techniker und das gesamte medizinisch-technische Personal: die zuständigen Regierungspräsidien. Ein Muster für den Antrag finden Sie im Downloadbereich.

Für medizinisch-technische Radiologieassistent(inn)en gilt der Nachweis mit dem Abschluss der Berufsausbildung als erworben.
Die Fachkunde im Strahlenschutz muss mindestens alle fünf Jahre durch eine erfolgreiche Teilnahme an einem von der zuständigen Stelle anerkannten Kurs oder anderen anerkannten Fortbildungsmaßnahmen aktualisiert werden.
Der Nachweis über die durchgeführten Fortbildungen ist der zuständigen Stelle auf Anforderung vorzulegen. Die zuständige Stelle kann die Fachkunde entziehen oder die Fortgeltung mit Auflagen versehen, wenn der Nachweis über Fortbildungsmaßnahmen nicht oder unvollständig vorgelegt wird. Bestehen begründete Zweifel an der erforderlichen Fachkunde, kann die zuständige Behörde eine Überprüfung der Fachkunde veranlassen.
Die Fachkunde im Strahlenschutz gilt bundesweit.

Anbieter von Strahlenschutzkursen finden Sie im Internet, u.a. über die Homepage des Bundesamtes für Strahlenschutz.

In den Fachkunde-Richtlinien finden Sie umfangreiche Erläuterungen zu den verschiedenen Fachkundegruppen. Beachten Sie die Hinweise zum Erwerb der Fachkunde.

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