Winshäuser Teich

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Naturschutzgebiet Winshäuser Teich

Schutzgebiet seit

1985

Flächengröße

11,69 ha

Lage

südwestlich von Neustadt

Im Naturschutzgebiet „Winshäuser Teich“ kommt auf kleiner Fläche ein bemerkenswertes Mosaik gleich mehrerer bedrohter und schützenswerter Lebensraumtypen mit seltenen Pflanzen- und Tiergesellschaften vor. Der namensgebende „Winshäuser Teich“ stellt mit seinem breiten, teils schlammigen, teils strukturreichen Ufersaum mit ausgedehnten Teichrosen-, Schilf-, Hochstauden- und Großseggen-Beständen für viele gewässergebundene Tiere wichtige Rückzugsmöglichkeiten und Laichstrukturen dar. So brüten im Dickicht der Ufervegetation Vögel wie Wasserralle, Teichhuhn und Teichrohrsänger. Im Teichschlamm entwickeln sich die Larven, gefährdeter Libellen. Von besonderem Schutzwert ist das Gewässer-Biotop als Lebensraume des bedrohten Laubfrosches. Nördlich des Teichs ergänzt ein wertvoller, seltener Borstgrasrasen mit Heide-Nelken, Wachholder und Dreizahn das Naturschutzgebiet. Im Westen gedeihen in ausgedehnten, blütenreichen Feuchtwiesenbrachen, die streng geschützte Orchidee Breitblättriges Knabenkraut und seltene Gräser. Zahlreiche kleine Gebüsche und ein kleiner Weidenwald bereichern das Gebiet mit wertvollen Strukturen.

Seltene Pflanzenarten

Breitblättriges Knabenkraut, Wiesen-Silge, Heide-Nelke, Dreizahn, Wachholder, Streifen-, Schnabel- und Blasen-Segge

Seltene Tiere

Laubfrosch, Wasserralle, Zwergtaucher, Bekassine, Teichrohsänger und Teichhuhn, Gemeine Smaragdlibelle, Kurzflügelige Schwertschrecke und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Pflegemaßnahmen

Zum Erhalt des Gewässers als Lebensraum für die bestehende Tier- und Pflanzenwelt, wird die Ausbreitung der Teichrosengesellschaft beobachtet. Gegebenenfalls werden zukünftig gewässerverbessernde Maßnahmen ergriffen.

Auch Sie können zum Schutz des besonderen Gebietes als wertvollen Lebensraum der hier vorkommenden Tiere und Pflanzen beitragen!

Wir bitten Sie daher: Leinen Sie ihre Hunde im Naturschutzgebiet an! Die hier lebenden Tiere fühlen sich von ihnen bedroht, reagieren mit Flucht und verlassen das Gebiet, meist ohne ihren Nachwuchs!

Bitte unterlassen Sie das Pflücken oder Ausgraben von Pflanzen im Naturschutzgebiet! Die Kultivierung entnommener Pflanzen im eigenen Garten gelingt nicht, da diese an die extrem spezifischen Standortbedingungen ihres Lebensraumes angepasst sind, welche im eigenen Garten nicht nachzubilden sind.

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