Frauenberg bei Beltershausen

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Naturschutzgebiet Frauenberg bei Beltershausen

Schutzgebiet seit

1985

Flächengröße

9,81 ha

Lage

westlich von Beltershausen-Frauenberg (Gemeinde Ebsdorfergrund)

Der "Frauenberg bei Beltershausen" ist ein 380 Meter hoher Basaltkegel am Rande des Amöneburger Beckens. Auf dem Gipfel trägt der Berg die Ruine der mittelalterlichen Burg Frauenberg, welche als strategischer Stützpunkt im 13. Jahrhundert erbaut, im 15. Jahrhundert aber bereits wieder zerstört wurde. Neben seiner Geschichtsträchtigkeit zeichnet sich der Frauenberg auch durch kulturlandschaftliche Relikte von besonderem Schutzwert aus. So finden sich im Gebiet wertvolle Magerrasen, Hinterlassenschaften der historischen Beweidung der flachgründigen Hänge, sowie besondere Felsvegetationen in einem ehemaligen Basaltsteinbruch. Seine Abbauwände fördern die beeindruckende geologische Säulen-Basalt-Formation zutage. Ergänzt wird das Gebiet von naturnahen Laubwäldern, die in Teilen als Nieder- und Mittelwald bewirtschaftet wurden. Das heißt, dass Bäume in regelmäßigen Abständen auf den Baumstumpf zurückgeschnitten wurden, woraufhin diese wieder mehrstämmig ausschlugen. Der Boden der Laubwälder verwandelt sich im Frühling in ein farbenprächtiges Meer aus, teils seltenen Frühblühern wie dem Märzenbecher. Auch die Tierwelt auf dem Frauenberg steht den vielen botanischen Besonderheiten in nichts nach. So bietet die Verknüpfung von Offenland- und Waldlebensräumen vielen Vogelarten, seltenen Schmetterlingen und Heuschrecken geeignete Rückzugsräume und Nahrungsgründe.

Seltene Pflanzenarten

Märzenbecher, Schwarzes Bilsenkraut, Färber-Ginster, Stengellose Kratzdistel, Weiße Braunelle und Streifen-Klee

Seltene Tiere

Steinkauz, Rebhuhn, Wendehals, Baumpieper und Waldlaubsänger, großer Schillerfalter, Schwalbenschwanz, Mauerfuchs und Nierenfleck, Große Goldschrecke und Wiesen-Grashüpfer

Pflegemaßnahmen

Zum Erhalt der wertvollen Mager- und Felsenrasen werden diese zu bestimmten Zeiten mit Schafen und Ziegen beweidet, wie es historisch üblich war. Die Felswände werden als wertvoller Lebensraum seltener Pflanzen sowie als potentieller Brutplatz des bedrohten Uhus regelmäßig von Gebüschen befreit.

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