Oberes Niddatal und Forellenteiche

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Naturschutzgebiet Oberes Niddatal und Forellenteiche

Schutzgebiet seit

1995

Flächengröße

130,79 ha

Lage

nördlich von Rudingshain (Stadt Schotten)

Das Naturschutzgebiet „Oberes Niddatal/Forellenteiche“ liegt im Hohen Vogelsberg auf einer Höhe von bis zu 715 Metern und erstreckt sich entlang der Nidda in einem überregional bedeutsamen Biotop-Komplex. Im östlichen Teil des Naturschutzgebietes, im Bereich der drei „Forellenteiche“, durchfließt die Nidda ein Grünlandareal. In einem Mosaik verschiedener Standortbedingungen von wechselfeucht bis nass-sumpfig, gedeiht eine große Vielfalt sehr wertvoller und besonders schützenswerter Pflanzengesellschaften, wie seltene, artenreiche Borstgrasrasen, Feucht-, Trollblumen- und Goldhaferwiesen sowie besondere Seggen-Gesellschaften. Im Westen schließen an das Grünlandmosaik naturnahe und abwechslungsreiche Waldgesellschaften mit wertvollem Totholzanteil an. An den Hängen des „Oberen Niddatals“ gedeihen feuchte Ahorn-Eschen-, Erlen- und Buchenmischwälder sowie ein Berg-Ahorn-Blockschuttwald, in dessen Bereich das Vogelsberg-typische Basaltgestein an der Oberfläche zu großen Basaltblöcken verwitterte. Die Verknüpfung der Wald- und Grünlandbiotope mit dem Fließgewässer Nidda sowie den Forellenteichen und kleineren Tümpeln macht das Gebiet zu einem einzigartigen, abwechslungsreichen Lebensraum für zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen, welche hier all ihre Lebensraumansprüche erfüllt finden.

Seltene Pflanzenarten

Arnika, Geflecktes und Breitblättriges Knabenkraut, Bunter Eisenhut, Sumpf-Blutauge, Trollblume, Moor- und Fieberklee, Schnabel- und Rispen-Segge, Faden-Binse

Seltene Tierarten

Schwarzstorch, Wiesenpieper, Bekassine, Rotmilan, Kleiner Ampfer­feuer­falter, Braunfleckiger- und Randring-Perlmutterfalter, Gebänderte Prachtlibelle, Sumpfschrecke, Kurzflügelige Schwertschrecke, Westliche Keiljungfer und Kleine Pechlibelle

Pflegemaßnahmen

Zum Erhalt der artenreichen Grünlandstandorte werden diese, angepasst an ihre Pflanzengesellschaften sowie die Brutzeiten der Wiesenvogelarten, ein- bis zweimal jährlich gemäht. Die Quell- und Sumpfbereiche werden ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, ebenso wie Teile der naturnahen Wälder.

Auch Sie können zum Schutz des besonderen Gebietes als wertvollen Lebensraum der hier vorkommenden Tiere und Pflanzen beitragen!

Wir bitten Sie daher: Leinen Sie ihre Hunde im Naturschutzgebiet an! Die hier lebenden Tiere fühlen sich von ihnen bedroht, reagieren mit Flucht und verlassen das Gebiet, meist ohne ihren Nachwuchs!

Bitte unterlassen Sie das Pflücken oder Ausgraben von Pflanzen im Naturschutzgebiet! Die Kultivierung entnommener Pflanzen im eigenen Garten gelingt nicht, da diese an die extrem spezifischen Standortbedingungen ihres Lebensraumes angepasst sind, welche im eigenen Garten nicht nachzubilden sind.

Wandern auf eigene Gefahr!

Achtung: Herabfallende Äste

In diesen Wäldern dürfen Bäume ihren Lebenszyklus nicht nur beginnen, sondern auch auf natürlichem Weg beenden. Das bedeutet, dass Teile von ihnen in Form von Zweigen und Ästen abbrechen und herabfallen oder ganze Bäume umfallen können. Gehen Sie daher immer mit offenen Augen durch den Wald. Verlassen Sie bitte bei starkem Wind und Regen bzw. Unwettern/ Stürmen/ Orkanen oder Schneefall sofort den Wald, da bei diesen Wetterereignissen eine erhöhte Gefahrenlage besteht.

Dieses Naturschutzgebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000!: FFH-Gebiet „Hoher Vogelsberg“ (5421-302) unter Vogelschutzgebiet „Vogelsberg“ (5421-401).

Nähere Informationen zu Natura 2000 Gebieten erhalten Sie unter folgendem Link.

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