Jahresgespräch mit Naturschutzverbänden in Wetzlar

Regierungspräsidium Gießen

„Die Kommunikation ist das A und O“

Regierungspräsident Ullrich und Fachleute seiner Verwaltung laden zu Jahresgespräch mit Naturschutzverbänden in Wetzlar ein.

Gießen/Wetzlar. Es ist eine für beide Seiten wertvolle Tradition: Einmal im Jahr lädt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich gemeinsam mit Fachleuten seiner Behörde die Vertreterinnen und Vertreter der Naturschutzverbände zum Jahresgespräch in einer größeren Runde ein. Im Vorfeld können Fragen angemeldet werden, die in den Räumen der Abteilung Ländlicher Raum, Forsten, Natur- und Verbraucherschutz des Regierungspräsidiums Gießen in Wetzlar behandelt werden. „Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Themen auszutauschen, die Sie und uns beschäftigen“, stellt Regierungspräsident Ullrich zu Beginn fest.

Über zwei Stunden lang dreht sich alles um Themen aus dem Bereich Naturschutz in Mittelhessen. 14 Frauen und Männer sind der Einladung gefolgt. Sie vertreten den Landesjagdverband Hessen, den Verband Hessischer Fischer, den BUND Hessen, den NABU Hessen, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz sowie den Landesverband Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. In der offenen Diskussion der neun Themen wird deutlich: Sie beobachten nicht nur Wald, Feld und Flur und stehen bei Bedarf auch unabhängig von den Jahresgesprächen mit dem Regierungspräsidium in Kontakt, sondern sind auch wertvolle Hinweisgeber.

Da die Themen zuvor angemeldet wurden, können die RP-Beschäftigten entsprechend vorbereitet und detailliert berichten: Der aktuelle Stand zur Afrikanischen Schweinepest, über den Dezernatsleiterin Dr. Mona Schütz berichtet („Es ist nicht die Frage ob, sondern wann wir das Thema in unseren Landkreisen haben werden“), das Vogelschutzgebiet Amöneburger Becken, das ihre Kollegin Antje te Molder darstellt, oder aktuelle Erkenntnisse zum Naturschutzhaushalt 2025 – dies alles sind Themen, die die Naturschützer und die Behörde gleichermaßen beschäftigen. Sie stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Informationen über den Stand zur Einrichtung von Naturschutzbeiräten durch Abteilungsleiterin Sonja Heckrodt oder auch zum Regionalplan Mittelhessen, der in Kürze erneut offengelegt und dessen aktueller Sachstand von Dezernatsleiter Dr. Ivo Gerhards vorgestellt wird.

Ein Thema bleibt weiterhin der Biber. Dem Regierungspräsidium sind derzeit 139 Reviere in den fünf mittelhessischen Landkreisen bekannt, davon alleine 83 im Vogelsbergkreis und 40 im Landkreis Gießen. Ein nachgefragtes Thema aus dem Kreis der Gäste ist dabei die Ehrenamtsarbeit. „Wir wünschen uns Ehrenamtliche, die uns im Monitoring unterstützen. Machen Sie gerne Werbung dafür, wir freuen uns, wenn wir hier ehrenamtlich unterstützt werden“, berichtet der für das Wildtiermanagement zuständige Bibermanager Sebastian Weller. Denn: In manchen Landkreisen ist die Suche nach Ehrenamtlichen vergleichbar mit der Besiedlung des Bibers – sehr verhalten.

Während des Jahresgesprächs soll bewusst auch Raum für kritische Stimmen und Appelle der Naturschützer sein. Die beziehen sich unter anderem auf den Wunsch nach einer höheren Aufwandsentschädigung für Wildtierauffangstationen. Der verantwortliche Dezernatsleiter Gerrit Oberheidt erläutert die Abgrenzung zwischen allgemeinem Tier- und Artenschutz. Auch die finanziellen Herausforderungen für die Ehrenamtlichen, die mit der Pflege von verletzten Tieren verbunden sind, werden angesprochen und diskutiert.

Auf die Tagesordnung gesetzt hatte das RP Gießen auch den Ausbau erneuerbarer Energien. Dezernatsleiter Reiner Diemel erläutert dies aus Sicht des Naturschutzes in Mittelhessen und welche Effekte die gesetzlichen Beschleunigungs-Regelungen seit 2022 auf die naturschutzrechtliche Prüfung haben. Ein weiteres Thema: die Entnahme einer Population des Schwarzen Katzenwelses am Steinbruch Uckersdorf im Lahn-Dill-Kreis. Diese invasive Fischart kommt ursprünglich in den USA und Kanada vor. Taucht er in heimischen Gefilden auf, verdrängt er andere Fischarten und vorliegend in Mittelhessen den europarechtlich geschützten Edelkrebs in seiner Umgebung. Um den unerwünschten Gast in dem Weiher zu entnehmen, hatte das Team um Gerrit Oberheidt zusammen mit dem Technischen Hilfswerk das Wasser bis auf 15 Zentimeter abgepumpt. Das wiederum hatte für erhebliches mediales Aufsehen gesorgt. Aus fachlicher Sicht war die Maßnahme ein Erfolg. Von der Reaktion durch die Medien seien sie aber doch überrascht worden, berichtet er. „Eine detaillierte und in alle Richtungen vollständige Kommunikation ist das A und O.“ Was auch am Ende die Erkenntnis für das Jahresgespräch ist. Gießen/Wetzlar. Es ist eine für beide Seiten wertvolle Tradition: Einmal im Jahr lädt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich gemeinsam mit Fachleuten seiner Behörde die Vertreterinnen und Vertreter der Naturschutzverbände zum Jahresgespräch in einer größeren Runde ein. Im Vorfeld können Fragen angemeldet werden, die in den Räumen der Abteilung Ländlicher Raum, Forsten, Natur- und Verbraucherschutz des Regierungspräsidiums Gießen in Wetzlar behandelt werden. „Sinn und Zweck der Veranstaltung ist es, persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über Themen auszutauschen, die Sie und uns beschäftigen“, stellt Regierungspräsident Ullrich zu Beginn fest.

Über zwei Stunden lang dreht sich alles um Themen aus dem Bereich Naturschutz in Mittelhessen. 14 Frauen und Männer sind der Einladung gefolgt. Sie vertreten den Landesjagdverband Hessen, den Verband Hessischer Fischer, den BUND Hessen, den NABU Hessen, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz sowie den Landesverband Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. In der offenen Diskussion der neun Themen wird deutlich: Sie beobachten nicht nur Wald, Feld und Flur und stehen bei Bedarf auch unabhängig von den Jahresgesprächen mit dem Regierungspräsidium in Kontakt, sondern sind auch wertvolle Hinweisgeber.

Da die Themen zuvor angemeldet wurden, können die RP-Beschäftigten entsprechend vorbereitet und detailliert berichten: Der aktuelle Stand zur Afrikanischen Schweinepest, über den Dezernatsleiterin Dr. Mona Schütz berichtet („Es ist nicht die Frage ob, sondern wann wir das Thema in unseren Landkreisen haben werden“), das Vogelschutzgebiet Amöneburger Becken, das ihre Kollegin Antje te Molder darstellt, oder aktuelle Erkenntnisse zum Naturschutzhaushalt 2025 – dies alles sind Themen, die die Naturschützer und die Behörde gleichermaßen beschäftigen. Sie stehen ebenso auf der Tagesordnung wie Informationen über den Stand zur Einrichtung von Naturschutzbeiräten durch Abteilungsleiterin Sonja Heckrodt oder auch zum Regionalplan Mittelhessen, der in Kürze erneut offengelegt und dessen aktueller Sachstand von Dezernatsleiter Dr. Ivo Gerhards vorgestellt wird.

Ein Thema bleibt weiterhin der Biber. Dem Regierungspräsidium sind derzeit 139 Reviere in den fünf mittelhessischen Landkreisen bekannt, davon alleine 83 im Vogelsbergkreis und 40 im Landkreis Gießen. Ein nachgefragtes Thema aus dem Kreis der Gäste ist dabei die Ehrenamtsarbeit. „Wir wünschen uns Ehrenamtliche, die uns im Monitoring unterstützen. Machen Sie gerne Werbung dafür, wir freuen uns, wenn wir hier ehrenamtlich unterstützt werden“, berichtet der für das Wildtiermanagement zuständige Bibermanager Sebastian Weller. Denn: In manchen Landkreisen ist die Suche nach Ehrenamtlichen vergleichbar mit der Besiedlung des Bibers – sehr verhalten.

Während des Jahresgesprächs soll bewusst auch Raum für kritische Stimmen und Appelle der Naturschützer sein. Die beziehen sich unter anderem auf den Wunsch nach einer höheren Aufwandsentschädigung für Wildtierauffangstationen. Der verantwortliche Dezernatsleiter Gerrit Oberheidt erläutert die Abgrenzung zwischen allgemeinem Tier- und Artenschutz. Auch die finanziellen Herausforderungen für die Ehrenamtlichen, die mit der Pflege von verletzten Tieren verbunden sind, werden angesprochen und diskutiert.

Auf die Tagesordnung gesetzt hatte das RP Gießen auch den Ausbau erneuerbarer Energien. Dezernatsleiter Reiner Diemel erläutert dies aus Sicht des Naturschutzes in Mittelhessen und welche Effekte die gesetzlichen Beschleunigungs-Regelungen seit 2022 auf die naturschutzrechtliche Prüfung haben. Ein weiteres Thema: die Entnahme einer Population des Schwarzen Katzenwelses am Steinbruch Uckersdorf im Lahn-Dill-Kreis. Diese invasive Fischart kommt ursprünglich in den USA und Kanada vor. Taucht er in heimischen Gefilden auf, verdrängt er andere Fischarten und vorliegend in Mittelhessen den europarechtlich geschützten Edelkrebs in seiner Umgebung. Um den unerwünschten Gast in dem Weiher zu entnehmen, hatte das Team um Gerrit Oberheidt zusammen mit dem Technischen Hilfswerk das Wasser bis auf 15 Zentimeter abgepumpt. Das wiederum hatte für erhebliches mediales Aufsehen gesorgt. Aus fachlicher Sicht war die Maßnahme ein Erfolg. Von der Reaktion durch die Medien seien sie aber doch überrascht worden, berichtet er. „Eine detaillierte und in alle Richtungen vollständige Kommunikation ist das A und O.“ Was auch am Ende die Erkenntnis für das Jahresgespräch ist. 

Pressekontakt

Die Pressestelle des RP Gießen ist für Sie da.

Oliver Keßler

Oliver Keßler

Pressesprecher

Regierungspräsidium Gießen

Fax

0641 303 2008

Regierungspräsidium Gießen
Landgraf-Philipp-Platz 1-7
35390 Gießen

Schlagworte zum Thema