Die Teilnehmer der Veranstaltung schauen auf die Leinwand.

Regierungspräsidium Gießen

Bestrebungen und Tendenzen einer Radikalisierung frühzeitig erkennen

Präventionsseminar „Extremismus – erkennen, verstehen, vorbeugen“: Referenten vom Landesamt für Verfassungsschutz schulen 100 Beschäftigte vom Regierungspräsidium Gießen im Kampf gegen Extremismus

Gießen. Das Regierungspräsidium (RP) Gießen sieht es als Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen in seiner Verantwortung, Tendenzen einer Radikalisierung früh zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten. Um erste Anzeichen besser identifizieren zu können, fand für rund 100 Beschäftige des RP Gießen die Veranstaltung „Extremismus – Erkennen, verstehen, vorbeugen“ statt. Vier Referenten des Landesamts für Verfassungsschutz in Wiesbaden schulten einen Tag lang Mitarbeiterinnen und -arbeiter der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen mit ihrer Zentrale in Gießen sowie der zwei Dezernate für Ausländerwesen. Veranstaltungsort war der geschichtsträchtige Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen.

Der Kampf gegen Extremismus hat für das Land Hessen eine herausragende Bedeutung, egal welches Gesicht er zeigt, egal ob er sich antisemitisch, links, rechts oder religiös motiviert zeigt. Die vier Schwerpunkte der Schulung waren entsprechend weit gefasst: Israelbezogener Antisemitismus nach dem 7. Oktober 2023, Islamismus, hybride Bedrohungen und Rechtsextremismus. Ziel der Veranstaltung war es dabei einerseits, für die verschiedenen Erscheinungsformen des Extremismus in Deutschland und Hessen im Besonderen zu sensibilisieren und andererseits die Handlungssicherheit im beruflichen Alltag zu stärken.

Die RP-Beschäftigten sollen deshalb in die Lage versetzt werden, mögliche Bestrebungen und Tendenzen zu einer Radikalisierung frühzeitig zu erkennen, sachlich einzuordnen und bei Bedarf entsprechende Ansprech- und Unterstützungsstellen einzubeziehen. Die eintägige Schulung leistete gleichzeitig auch einen Beitrag dazu, aktuelle Entwicklungen besser zu verstehen. Praxisnahe Fallbeispiele und der offene Austausch mit den Referenten des Landesamts für Verfassungsschutz trugen dazu bei, nicht nur die Präventionskompetenz der RP-Beschäftigten zu stärken, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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Oliver Keßler

Oliver Keßler

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