Ein RP-Mitarbeiter steht mit dem Rücken zur Kamera vor einem Tisch, auf dem Feuerwerk liegt.

Regierungspräsidium Gießen

Keine schwerwiegenden Mängel gefunden

Regierungspräsidium Gießen überprüft 100 Lager- und Verkaufsstellen in Mittelhessen und zieht Bilanz

Gießen. Lieferscheine und Rettungswege kontrollieren, einen Blick ins Lager und in den Verkaufsraum werfen: Kurz vor Silvester hatten die Sprengstoffexpertinnen und -experten des Regierungspräsidiums Gießen wieder alle Hände voll zu tun. Sie waren in Mittelhessen unterwegs, um Lagerung und Verkauf von Silvesterfeuerwerk zu begutachten. Nun liegen die ausgewerteten Ergebnisse vor. Insgesamt wurden 100 Lager- und Verkaufsstellen für Pyrotechnik überprüft. „Dabei sind wieder in einigen Betrieben Mängel festgestellt worden“, fasst der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich zusammen. Das meiste konnte allerdings direkt vor Ort behoben werden.

Zu den typischen Mängeln gehören beispielsweise fehlende Warn- und Hinweisschilder sowie die fehlende Unterweisung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fachleute achteten insbesondere darauf, wie die pyrotechnischen Gegenstände gelagert und gekennzeichnet waren, wie sie im Verkaufsraum aufbewahrt und ob Abgabe- und Sicherheitsbestimmungen eingehalten wurden. In vereinzelten Verkaufsstellen wurden die Bestände in den Verkaufsräumen reduziert. Die entfernten Bestände wurden in entsprechende Bereiche der Gebäude oder genehmigte Lager gebracht, sagt René Martin, RP-Experte für explosionsgefährliche Stoffe.

Wichtig, Brand schon im Entstehen zu bekämpfen

„Schwerwiegende Mängel, die eine Anordnung oder sogar ein Bußgeldverfahren erfordern, haben wir glücklicherweise nicht vorgefunden“, erläutert René Martin. In einigen Betrieben waren die vorgeschriebenen Löschmittel nicht vor Ort oder falsch platziert, lautet eine weitere Erkenntnis aus den Kontrollen. „Dabei ist es wichtig, einen Brand schon im Entstehen zu bekämpfen“, ergänzt sein Kollege Alexander Semenov.

Selbst wenn der nächste Jahreswechsel zeitlich noch in weiter Ferne liegt: Auch in Zukunft wird das Regierungspräsidium Gießen bei seinen Kontrollen für sicheres Silvesterfeuerwerk immer einen Blick auf den Brandschutz haben. „Denn durch die regelmäßigen Feuerwerkverkaufskontrollen zum Jahresende werden nicht nur die Kundinnen und Kunden, sondern vor allem auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe geschützt“, betont Alexander Semenov. 

Pressekontakt

Die Pressestelle des RP Gießen ist für Sie da.

Oliver Keßler

Oliver Keßler

Pressesprecher

Regierungspräsidium Gießen

Fax

+49 641 303 2008

Regierungspräsidium Gießen
Landgraf-Philipp-Platz 1-7
35390 Gießen

Schlagworte zum Thema