Rebhühner auf einer Wiese.

Feldflurprojekte

Das hessische Sonderprogramm „Förderung der Leitarten der Feldflur“ soll dem Rückgang von Arten wie Feldhamster, Rebhuhn und Feldlerche in landwirtschaftlich genutzten Gebieten entgegenwirken.

Ziel des Sonderprogramms „Förderung der Leitarten der Feldflur“ ist es, die Bestände zu sichern und eine Ausbreitung in umliegende Regionen zu ermöglichen.

Im Regierungsbezirk Gießen liegen zwei der insgesamt neun hessischen Schwerpunkträume, einer im „Limburger-Becken“ mit den Zielarten Rebhuhn, Kornweihe und weiterer Vogelarten sowie einer im Bereich „Gießen-Süd“, wo Feldhamster und Rebhuhn im Fokus stehen.

In Kooperation mit zahlreichen unterschiedlichen Akteuren werden daher geeignete Maßnahmen für das jeweilige Projekt entwickelt und umgesetzt. Dies können sein: Nacherntestreifen, Blühflächen, Stoppelbrachen (Getreidestoppeln werden nach der Ernte stehengelassen), Schwarzbrachen (Ackerflächen werden der Selbstbegrünung überlassen), der Anbau in breiter Reihe aber auch der Erhalt von Grasstreifen am Wegesrand sowie Maßnahmen zum Schutz vor Fressfeinden. Dies alles mit dem Ziel, die Nahrungssituation für die Arten zu verbessern sowie Bereiche für Deckung und Schutz zu schaffen.

Während das Regierungspräsidium Gießen das Gesamtprojekt leitet, kommt den Landwirtschaftsverwaltungen der Landkreise eine besondere Bedeutung zu. Sie koordinieren die Zusammenarbeit mit amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz, Kommunen, Jägern und Landwirten in der Fläche.

Grundlage für die Umsetzung der Maßnahmen sind naturschutzfachliche Ausarbeitungen, nämlich die artspezifischen Artenhilfskonzepte für die beiden Leitarten Feldhamster und Rebhuhn.

Das Land Hessen stellt für die Feldflurprojekte Sondermittel zu Verfügung. Zusätzlich ergänzen Fördergelder aus dem Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) die Maßnahmen. Weitere Mittel werden aus der hessischen Umweltlotterie GENAU, aus der Gemeinschaftsabgabe Agrarstruktur und Küstenschutz des Bundes sowie aus Kompensationsmaßnahmen der Kommunen bereitgestellt.

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